Averkamp bestätigt

Bürgermeister Paul Berlage (links) und der neue Vorstand der Fortunen (v.l.): zweite Geschäftsführerin Annika Börding, zweite Beisitzerin Nicole Zirk, Vorsitzender Martin Averkamp, Kassierer Alfred Berkemeier, erster Geschäftsführer Hermann Tiggemann, erster Beisitzer Carsten Schmidt, dritter Beisitzer Alfred Buttermann und Kassenführer Herbert Knapmöller. Es fehlt der zweite Vorsitzende Uwe Bausemer. Foto:
Bürgermeister Paul Berlage (links) und der neue Vorstand der Fortunen (v.l.): zweite Geschäftsführerin Annika Börding, zweite Beisitzerin Nicole Zirk, Vorsitzender Martin Averkamp, Kassierer Alfred Berkemeier, erster Geschäftsführer Hermann Tiggemann, erster Beisitzer Carsten Schmidt, dritter Beisitzer Alfred Buttermann und Kassenführer Herbert Knapmöller. Es fehlt der zweite Vorsitzende Uwe Bausemer. Foto:
(-nic-)


Walstedde - „2009 war ein Jahr des Suchens“, erklärte Martin Averkamp, als er am Freitagabend als erster Vorsitzender die Mitgliederversammlung der Walstedder Fortunen in der Gaststätte Kessebohm eröffnete. Man habe im vergangenen Jahr gleich zwei Mal nach einem Platzwart suchen müssen, sei schlussendlich mit Florian Tiggemann jedoch fündig geworden. Auch die Stelle des Spielorganisators war, nachdem Michael Gritsch sein Amt niedergelegt hatte, frei geworden. Diese Arbeit übernimmt Martin Averkamp nun selbst.

Für Fritz Peiler, auch bekannt als „Mr. Tombola“, der die Organisation des Losstands während der Sportwoche nicht weiterhin übernehmen will, konnte bisher kein Ersatz gefunden werden. Zuletzt hatte Martin Averkamp im Juli selbst aus beruflichen Gründen seinen Abschied aus dem Vorstand angekündigt.


„Die Suche nach einem neuen ersten Vorsitzenden hat sich als sehr schwierig erwiesen“, berichtete Averkamp und erinnerte daran, dass auch der Posten des zweiten Vorsitzenden seit 2009 nicht mehr besetzt gewesen sei. Also habe er versucht, „alles unter einen Hut zu kriegen“. Und das habe funktioniert, verkündete der Vorsitzende. Er selbst wolle sich wieder zur Wahl stellen, und auch ein Kandidat für den Platz des zweiten Vorsitzenden sei gefunden worden.

Somit konnte die Versammlung sorglos zu den Wahlen übergehen, bei denen sich - wie vorausgesagt - keine Überraschungen mehr ergaben. Martin Averkamp wurde in seinem Amt einstimmig bestätigt. Nach einjähriger Nichtbesetzung wurde für den Posten des zweiten Vorsitzenden Uwe Bausemer bestimmt. „Wir sind sehr froh, dass er es macht“, so Averkamp. Dem Kassierer Alfred Berkemeier und der zweiten Geschäftsführerin Annika Börding schenkte die gut 40-köpfige Versammlung erneut ihr Vertrauen. Carsten Schmidt löste Werner Döring als ersten Beisitzer ab. Nicole Zirk wurde als zweite Beisitzerin bestätigt, während Alfred Buttermann die durch Uwe Bausemer frei gewordene Position des dritten Beisitzers übernahm.

Alfons Möllers, der bisher neben Hermann Schauff und Hermann Scharbaum den Ältestenrat bildete, verließ diesen und wurde durch Michael Gritsch ersetzt. Neuer zweiter Kassenprüfer ist Heinz Frie.

Vor den Wahlen hatte Martin Averkamp noch einen Ausblick auf 2010 gewährt. So soll schon bald die neue Heizungsanlage für die Kabinen am Sportplatz installiert werden. Auch die Erweiterung der Turnhalle sei „noch nicht vom Tisch“.Diesbezüglich konnte der anwesende Bürgermeister Paul Berlage allerdings nur wenig Aufschluss geben. Das Projekt sei noch immer in Planung, schließlich habe man den Klinker bereits gekauft. In der Finanzplanung 2011/2012 stünden 500 000 Euro für die Erweiterung der Halle zur Verfügung. Er könne bisher jedoch „keinen Zeitpunkt X oder Y nennen“, so Berlage. Über den geplanten Rinkeroder Kunstrasenplatz werde man im April weiter beraten. Berlage befürwortete die „weitreichende eigene Kostenbeteiligung“ des Rinkeroder Sportvereins. „Solche Aufgaben können nicht mehr ohne die Hilfe der Vereine gestemmt werden“, so Berlage. Für Martin Averkamp kommt eine ähnliche Lösung jedoch nicht in Frage: „Wir wollen die gesamte Bürgerhalle. Ein Modell wie in Rinkerode wird es mit mir nicht geben“.

Es folgte der Kassenbericht durch Alfred Berkemeier, bevor die Leiter der einzelnen Fortuna-Abteilungen auf das vergangene Jahr zurückblickten. In der Radsportabteilung sind derzeit 79 Aktive beim „Bund Deutscher Radfahrer“ gemeldet. Während die Tourenradgruppe unter der Leitung von Ludger Meiertoberend sowie die Pianogruppe mit Günther Bögner sich im vergangenen Jahr sehr positiv entwickelt hätten, sei die „Speedgruppe“ von Bernd Alker wegen personellen Mangels stagniert. Am 30. März beginnt in allen drei Gruppen das Training.

Werner Pollmüller berichtete für die Tennisabteilung, dass 2010 insgesamt neun Walstedder Mannschaften im Kreissport teilnehmen würden. Zu ihrem 50-jährigem Bestehen wird die Abteilung am 4. und 5. September verschiedene Gastvereine einladen.

Nachdem er in den vergangen Jahren nicht viel Positives berichten konnte, verkündete Fritz Peiler, dass es mit der Tischtennisabteilung „Berg auf“ ginge. So belegt die erste Herrenmannschaft einen stabilen vierten Platz in der Verbandsliga, die zweite Herrenmannschaft ist Spitzenreiter in der Kreisliga. Für sein über 30 Jahre währendes Engagement für die Tombola wurde Fritz Peiler zum Ehrenmitglied ernannt.

Das Wälster-Lauf-Team berichtete, dass der zehnte Wälster Lauf in diesem Jahr seinen eigenen Tag auf der Sportwoche erhalten werde.

Während es im Breitensport 2009 kaum Veränderungen gegeben hatte, verkündete Wiebke Kosela, dass Walstedde in der Kreisliga Beckum die erfolgreichsten Mädchenfußballmannschaften stellt. Die Fußballdamen wollen mit ihrem neuen Trainer Christian Rätzel einen guten fünften Platz in der Tabelle erreichen.

Für die Fußballabteilung der Herren war 2009 ein ereignisreiches Jahr. Nach dem Aufstieg in die Kreisliga B habe die zweite Mannschaft unter ihrem neuen Trainer Stefan Friederich laut Abteilungsleiter Clemens Kuhn bewiesen, dass ihr Erfolg keine Eintagsfliege gewesen sei. Die erste Mannschaft, die 2009 die Saison auf dem achten Platz beendete, könne die Erwartungen derzeit jedoch nicht erfüllen. Der scheidende Abteilungsleiter Clemens Kuhn wurde mit einem Präsent verabschiedet. Einen Nachfolger gibt es nicht. Auch für Ralf Grünewald als Vorsitzender der „Alten Herren“ gibt es keinen Ersatz. 2010 wollen die Ü-32 und die Ü-40-Mannschaften fusionieren.

VON NICOLE KRELLMANN, DRENSTEINFURT

14 · 03 · 10



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