300 Haushalte in Ahlen betroffen

21 Minuten Stromausfall: Kalte Küche zur besten Burgerzeit


Schadenssuche: An der Rottmannstraße gingen Tiefbauer der georteten Stelle auf den Grund.Foto:
Schadenssuche: An der Rottmannstraße gingen Tiefbauer der georteten Stelle auf den Grund.Foto:
(Christian Wolff)


Ahlen - Ausgerechnet in der Mittagszeit: Stromausfall in 300 Haushalten im Innenstadtbereich und Osten. Aber auch bei „McDonalds“ blieb zum Auftakt der kirchlichen Fastenzeit am Mittwoch die Küche kalt. Der 21-minütige Blackout, der Arbeitsagentur, Sparkassen-Hauptstelle, Haworth und den „Jibi“-Supermarkt mit einschloss, legte zwischen 12.07 und 12.28 Uhr die Versorgung lahm.

„Der Ausfall erfolgte auf dem Strang vom Meisterweg zum Bahndamm“, erklärte am Nachmittag Ludger Schweck, Abteilungsleiter Strom bei den Stadtwerken. An dieser Ader seien vier Ortsnetzstationen mit jeweils 80 Haushalten angeschlossen. Bei der Lokalisierung der Schadensstelle wurden die Stadtwerke an der Rottmannstraße in Höhe des „Futterhauses“ fündig. Um 12.28 Uhr konnte das Netz umgeschaltet werden. Die Versorgung der betroffenen Anschlüsse lief von da an rückwärts, wie Schweck verdeutlichte. Zur Ursache lagen am Nachmittag noch keine Erkenntnisse vor. Bis in den Abend wurde der Ortungsbereich per Bagger freigelegt.


Die Arbeitsagentur meldete unterdessen keinerlei Beeinträchtigungen für den Kundenverkehr. „Computer fielen aus, Telefone funktionierten aber weiter“, so Sprecherin Jennifer Jäger. Glücklicherweise sei mittwochs schon am Mittag Feierabend. Das habe ganz gut gepasst. Unpassender traf es zur besten Burgerzeit Fast-Food-Versorger „McDonalds“. „Wir konnten nicht einmal kalte Cola verkaufen“, so eine Mitarbeiterin. Als die Lichter nach 21 Minuten wieder angingen, habe es noch einige Zeit gedauert, bis auch die Geräte wieder auf Temperatur gewesen und die ersten Gerichte über die Theke gegangen seien.

In der Hauptstelle der Sparkasse Münsterland-Ost an der Moltkestraße waren die Bargeldauszahlung und die Nutzung der SB-Komponenten vorübergehend nicht möglich. „Für den Fall, dass der Strom länger ausgefallen wäre, hatte die Sparkasse bereits eine Notkasse in Vorbereitung“, so stellvertretender Pressesprecher Volker Rehfuß.

„Jibi“-Filialleiter Dieter Lummer setzt hinter den Stromausfall Umsatzverluste: „Die Leute standen hier plötzlich im Dunkeln, ließen ihre Einkaufswagen stehen und gingen.“ Kassen und Fleischwaagen waren außer Betrieb, der Kühlalarm schlug an. Hätte sich der Stromausfall über eineinhalb Stunden hingezogen, das gesamte Kühlwarensortiment wäre betroffen gewesen. Als die Lichter wieder angingen, hatten die Mitarbeiter die Arbeit: Waren wieder einsortieren - von den Einkaufswagen zurück in die Regale.

VON ULRICH GÖSMANN, AHLEN


22 · 02 · 12



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