Bekenntnis zum Standort Ahlen

Sparkasse will Hauptstelle „geräuschlos“ umbauen


Der Umbau der Sparkassen-Hauptstelle an der Moltkestraße soll in Kürze beginnen.
Der Umbau der Sparkassen-Hauptstelle an der Moltkestraße soll in Kürze beginnen.
(Foto: Peter Harke)


Ahlen - Vor ein paar Tagen hatte Roland Klein Besuch von seinem Vor-Vorgänger Reiner Rosplesch. Der ehemalige Chef der Sparkasse Ahlen erzählte dem heutigen Hausherrn an der Moltke­straße, wie beim letzten großen Umbau der Hauptstelle im Jahr 1995 mit einem Hubschrauber die Lichtkuppel auf die Kassenhalle gesetzt wurde. Millimeterarbeit sei das gewesen, und alle Beteiligten hätten sich anschließend in den Armen gelegen, als die spektakuläre Aktion geglückt war. Klein konnte Rosplesch beruhigen: Die Kuppel bleibt.

Ansonsten werde das Bankgebäude allerdings außen wie innen ein völlig neues Gesicht bekommen, wenn jetzt, nach dem Verkauf von etwa 40 Prozent der Fläche an die Hanseatische Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft aus Hamburg (HBB), die vorne an der Oststraße ein Einkaufszen­trum errichten will, wieder die Maurer, Anstreicher und Elektriker anrücken. „Der Bau­körper wird praktisch vollständig entkernt“, verriet Klein der „AZ“, die einen ersten Blick auf die Pläne werfen durfte. Nicht nur die Einrichtung, auch die gesamte Haustechnik werde erneuert. Da kommen ein paar Kilometer Leitungen zusammen.


Noch in diesem Monat sollen die vorbereitenden Arbeiten beginnen. Doch davon, sagt Geschäftsbereichsleiter Dr. Timm Hüttemann, würden die Kunden zunächst gar nichts mitbekommen. Überhaupt sei man bestrebt, möglichst „geräuschlos“ zu Werke zu gehen. Den rund 40 Mitar­beitern stehen jedoch „bewegte“ Monate bevor, mehrfach werden sie zum Teil innerhalb des Hauses umziehen müssen. Am Ende - wenn alles klappt, zu Weihnachten - werden sich Klein und Hüttemann, deren Büros sich heute noch in dem Teil befinden, der voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte abgerissen wird, zusammen mit Bernd Münstermann, dem Leiter der Firmenkundenbetreuung, und dessen Team im 1. Obergeschoss wiedertreffen. Das Immobiliencenter, zurzeit in der Passage an der Oststraße angesiedelt, wird ebenso verlegt wie die Sozialräume und das Veranstaltungsforum.

Die für die Kunden signifikanteste Änderung betrifft jedoch den Eingangs- und Selbstbedienungsbereich an der Moltkestraße. Die jetzige, ziemlich steile Rollstuhlrampe verschwindet, wird durch ei­nen gläsernen Aufzug mit Au­toma­tik­tür ersetzt. „Absolut behindertengerecht“, sagt Dr. Timm Hüttemann. In der Haupthalle werden rund um einen zentralen Servicebereich - unter besagter Glaskuppel - zehn unterschiedlich große Beratungszimmer eingerichtet.

Das alles kostet natürlich wieder ein paar Euro, die Investition sei jedoch, so Roland Klein, „auf Nachhaltigkeit angelegt“. Und seitens der Sparkasse Münsterland Ost ein „Bekenntnis zu Ahlen“. Auch die Aufträge sol­­len nach den Worten des stellvertretenden Vorstandsmitglieds in der Region bleiben.

VON PETER HARKE, AHLEN


04 · 02 · 12





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