Handlungsbedarf am Heimatmuseum

Sanierung wird nicht auf
die lange Bank geschoben


Die Rückseite des Heimatmuseums: Hier drang nach Expertengutachten die meiste Feuchtigkeit ins Gebäude ein.
Die Rückseite des Heimatmuseums: Hier drang nach Expertengutachten die meiste Feuchtigkeit ins Gebäude ein.
(Foto: Christian Wolff)


Ahlen - Dringenden Handlungsbedarf sieht Manfred Falk beim Heimatmuseum. Der Leiter des Zentralen Gebäudemanagements der Stadt verdeutlichte den Mitgliedern des Schul- und Kulturausschusses, dass es nicht opportun sei, noch weiterhin auf das Nutzungskonzept zu warten, dessen Fertigstellung sich verzögert habe, und bat um eine Aufhebung des haushaltsrechtlichen Sperrvermerks aus dem vergangenen Jahr.

„Die bislang aufgetretenen Schäden lassen keine weitere Verzögerung zu“, sagte Falk in der Sitzung am Montag. In einem ersten Bauabschnitt stehen eine Dachsanierung, Fugenarbeiten am Außenmauerwerk, Anstricharbeiten am Außenfachwerk und der Aufbau des Gerüsts auf der Prioritätenliste, die mit knapp 100 000 Euro veranschlagt sind. Den Vorschlag Werner Leppelts (FDP), zunächst nur einen Teilbetrag der mit insgesamt 215 000 Euro kalkulierten Sanierungskosten freizugeben, wies Falk als nicht sachgerecht zurück.


Gabi Duhme (SPD) gab sich als Urheberin des Sperrvermerks zu erkennen, erkannte den Handlungsbedarf jedoch an. Des Weiteren schlug sie vor, den eingeschlafenen Museumsbeirat wiederzubeleben, der Sanierung und Neueinrichtung der Sammlung kompetent begleiten sollte. Dazu schlug sie namentlich Jürgen Rheker, nebenamtlicher Archivar der Stadt, vor. Alfred Thiemann (BMA) ergänzte, dass mit Blick auf die anzustrebende Kontinuität die Heimatvereine einbezogen werden sollten.

Für die CDU signalisierte Ralf Kiowski, dass seine Fraktion die Aufhebung des Sperrvermerks mittrage und fragte, ob es nicht sinnvoller sei, mit den Arbeiten möglichst schnell zu beginnen. Falk verwies auf die Notwendigkeit der zu tätigenden Ausschreibungen und der notwendigen Abstimmung mit der Denkmalpflege. Im Übrigen benötige man für die Dachsanierung verlässliches Wetter. Bürgermeister Benedikt Ruhmöller versicherte, dass die durch den Weggang der Stadthistorikerin Dr. Silke Eilers entstandene Vakanz möglichst schnell wieder behoben werden soll.



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