Vorhelm - Er wolle „Ausschau halten nach dem Gott in der Mitte“, sagte Pfarrer Ludger Schlotmann. „Ich verstehe mich ganz bewusst als Bruder, nicht als einer, der über allen Dingen steht.“ Vielmehr möchte der neue Vorhelmer Geistliche ein „Wegbegleiter“ sein. Mit dieser Feststellung begann der 55-Jährige am Samstagabend seinen Dienst in St. Pankratius.
Ausführliche Berichterstattung in der Montagsausgabe der „Ahlener Zeitung“
Dechant Wilhelm Buddenkotte eröffnete die Messfeier mit der Verlesung der Ernennungsurkunde. Nebenbei machte er deutlich, wie froh die Vorhelmer sein können, dass sie ihre Eigenständigkeit als Pfarrgemeinde behalten dürfen. „Dieses Dorf ist ein bisschen wie die Insel der Glückseligen.“ Doch genau deshalb seien die Christen hier in besonderem Maße gefordert. „Es kommt nicht so häufig vor, dass ich Pfarreinführungen vornehmen darf“, gab Buddenkotte zu. „Die vielen Menschen und die Anwesenheit von Pastor Hermann Honermann macht deutlich, dass Ludger Schlotmann nicht allein seinen Dienst hier antritt.“
Der neue Pfarrer würdigte aber auch die zahlreichen Bannerabordnungen, die nicht nur aus dem Hellbachdorf, sondern auch aus Schlotmanns vorherigen Gemeinde in Oelde gekommen waren. Anschließend begrüßten Hans Lorek, Vorsitzender des Pfarrgemeinderats, und Wolfgang Drügemöller, Vorsitzender des Kirchenvorstands, den neuen Pfarrer, der sich einen augenzwinkernden Seitenblick auf seinen Geburtsort, mit dem Vorhelm eine innige Hassliebe pflegt, nicht verkneifen konnte. „Einige werden sicher denken: Muss denn der neue Vorhelmer Pfarrer ausgerechnet aus Enniger stammen . . . ?“