Schule kann sich vor Anmeldungen kaum retten


Sie stehen für Transparenz: Nadja Wißen, Sabine Knauer und Donna-Rabea Elischer (stehend) sowie Alois Brinkkötter, Manuela Feldmann und Christoph Wessels. Foto: Dierk Hartleb
Sie stehen für Transparenz: Nadja Wißen, Sabine Knauer und Donna-Rabea Elischer (stehend) sowie Alois Brinkkötter, Manuela Feldmann und Christoph Wessels. Foto: Dierk Hartleb


Ahlen - Alois Brinkkötter und das Leitungsteam der Fritz-Winter-Gesamtschule haben anstrengende Tage hinter sich. „Am Samstagmittag haben wir das Anmeldeverfahren für das neue Schuljahr abgeschlossen“, bestätigt Abteilungsleiterin Sabine Knauer. Mit 332 Anmeldungen hat die Gesamtschule einen neuen Rekord erzielt, von denen aber wie in den Vorjahren nur 180 berücksichtigt werden konnten. Ein Schwerpunkt lag dabei auf Geschwisterkindern. „Das haben wir in der Zeit, seitdem ich hier bin, zum ersten Mal praktiziert“, sagte Brinkkötter in einem Pressegespräch. Damit honoriere man auch das große Engagement vieler Eltern.

„Die Zahl der Anmeldungen ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegenen“, führte der Schulleiter weiter aus. Erfreulich aus Sicht Brinkkötters, dass 218 der aktuellen Bewerbungen aus Ahlen kamen, was für die große Aktzeptanz spreche, die die Schule in weiten Kreisen der Bevölkerung genieße. Nach Beckum mit 50 Anmeldungen liegt Drensteinfurt mit 25 an dritter Stelle.


Von den 64 aufgenommenen Schülern mit Gymnasialempfehlung haben 18 einen Migrationshintergrund. „Damit hat sich die Zahl dieser Schüler immerhin verneunfacht“, stellte Brinkkötter fest. In den beiden anderen Leistungsgruppen liegt der Mi­grantenanteil mit 30 Prozent deutlich höher.

Stark gefragt sind an der Gesamtschule die Sport- und die Kunstklasse, für die die Schüler allerdings einen besonderen Test absolvieren müssen. „In der Kunstklasse sind die Mädchen deutlich in der Mehrzahl“, sagte Knauer, während es in der Sportklasse nur ein leichtes männliches Übergewicht gibt.

Christoph Wessels, zuständiger Fachbereichsleiter im Rathaus, begrüßte es, dass die Gesamtschule das Anmeldeverfahren noch ein Stück transparenter gestaltet habe. Ein verkürztes Verfahren wie hier werde nur an Schulen praktiziert, die mehr Bewerbungen als Plätze haben.

Die Elternpflegschaftsvorsitzende Manuela Feldmann war sich mit den beiden SV-Vertreterinnen Donna-Rabea Elischer und Nadja Wißen einig: „Das ist eine gute Schule.“



11 · 02 · 10





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