Ahlen - Das Wetter beeinflusst zurzeit jede Bewegung. Ganz besonders die des Zirkus „Las Vegas“. Der ist auf dem Paul-Rosenbaum-Platz buchstäblich angefroren. Während ein Teil der Zirkusleitung des Traditionsunternehmens „Weisheit-Köllner“ auf der Suche nach neuen Gastspielorten ist, hoffen die in Ahlen gebliebenen Mitarbeiter auf einen Wetterumschwung. „Unser Zelt und viel Ausrüstung ist richtig festgefroren“, sagt Tamara Weisheit, die das Nachkommando leitet.
Für die Artisten und Hilfskräfte des Unternehmens ist es ein sehr harte Zeit. „Die Menschen trauen sich nicht in die Vorstellungen, weil es ihnen zu kalt erscheint“, weiß die Zirkus-Frau aus Erfahrung. Dabei hat der wintertaugliche Artistenbetrieb vier gewaltige Heizlüfter, die das Zelt vor der Vorstellung aufheizen. „Wir sind zwar abgehärtet, aber für die Vorstellungen müssen wir für unsere Nummern schon vernünftige Temperaturen haben“, versichert Dompteur Giuliano Köllner. Seine Tiere - es sind zusammen fünf Löwen und Tiger - haben einen gesunden Appetit. „Sie vertilgen pro Maul am Tag so runde zehn Kilo Rindfleisch, das sind nie weniger als 250 Euro am Tag“, rechnet Köllner vor. Die anderen Tiere, darunter viele Pferde brauchen ebenfalls Futter, wenn es hier auch meistens Heu und Hafer tun. „Trotzdem sind wir auf Futterspenden angewiesen, gerade Heu ist nicht so leicht zu bekommen“, erklärt Tamara Weisheit.