Ententainement auf der Werse


Die rettende Idee: Mit einem mit Luft gefüllten Löschschlauch brachten die Feuerwehrtaucher Stefan und Mark Matinko die gelben Leichtgewichter in die richtige Richtung.Foto:
Die rettende Idee: Mit einem mit Luft gefüllten Löschschlauch brachten die Feuerwehrtaucher Stefan und Mark Matinko die gelben Leichtgewichter in die richtige Richtung.Foto:
(Peter Harke)


Ahlen - Es sollte großes „Ententainement“ werden, das erste Entenrennen des „Lions-Clubs Ahlen-Münsterland“ im Rahmen des Gourmet-Markts am Werseufer. Aber der Wind aus nördlichen Richtungen machte aus rasendem Geflügel lahme Vögel. Zwei Stunden nahmen die sich Zeit, bis es „ent-lich“ zur Entscheidung kam.

Dennoch bot sich den Hunderten von Zuschauern ein schnabulöses Bild, als die insgesamt 2822 quietschgelben Plastik-Enten um Punkt 15 Uhr aus zwei großen Säcken gen Wasser flogen und fortan ihren lebendigen Artgenossen den Bürzel zu Berge stehen ließen. Im engen Pulk drängten sich die kleinen Möchtegern-Renner unter der Wersebrücke am Rathaus und dachten gar nicht daran, forsch und flott zur Weststraßenbrücke zu schwimmen.


Im Gegenteil: Der Wind blies die Leichtgewichter Richtung Süden, so dass sie sich nach nur wenige Minuten schon fast unterhalb des Rathaus-Steges tummelten. Und auch dort keinerlei Anstrengungen unternahmen, ihrem Dümpeln eine sportliche Note hinzuzufügen.

„Wir müssen Geduld haben“, gab Lions-Club-Sprecherin Mechthild Berg als Zwischenmeldung an Renn-Moderator Jörg Pastoor, der die Wartezeit mit einem „ent-sprechenden“ Quiz auflockerte. Das ließ das künstliche Federvieh zwar nicht schneller werden, brachte aber fünf Gourmet-Markt-Besuchern jeweils ein kostenloses Essen an der Schlemmermeile ein.

Damit aber das Entenrennen auch irgendwann mal Preise einbrachte, mussten nach knapp einer halben Stunde jene ins Wasser, die ihre Schwimmhäute nicht von Natur aus mitbringen: die Feuerwehrtaucher. Die Gruppe um Leiter Jens Schüsseler brachte das Know-How in Sachen Entenrettung mit, griff kurzerhand zum mit Luft gefüllten Löschschlauch und schob die Schar in die gewünschte Richtung. Flucht unmöglich.

Auf Höhe des Gymnasiums sollten die Renn-Enten doch noch einen echten Motivationsschub erhalten - durch das Öffnen des Wehres, so dass mit der Strömung auch die Wartezeit dahin fließen konnte. Das klappte. Allerdings nur bis zur Ölsperre, die als Ziellinie diente. Das Geflügel frönte dort nämlich wieder seiner Lieblingsbeschäftigung und dümpelte vor sich hin.

Nur dank der Fertigkeiten der Feuerwehrtaucher Stefan und Mark Matinko und der tatkräftigen Hilfe von Marcel Köster am Rand liefen die ersten kleinen Sportler nach etwa zwei Stunden durch die Zielrinne: Ente gut, alles gut.



VON SABINE TEGELER, AHLEN


30 · 05 · 09





TOP ARTIKEL
Topartikel Icon
LENZ-RADIO.DE
Neues Webradio digital serviert auf www.lenzradio.de
TERMINSUCHE


Zeitraum:
von Kalender

Fehler: Kein kein gültiges Datum !
Format: dd mm yyyy
bis Kalender
Rubrik:
FAHRPLAN-AUSKUNFT
von:
Haltestelle Str./Nr.
nach:
Haltestelle Str./Nr.


© Ahlener Zeitung - Alle Rechte vorbehalten 2012

Impressum | Datenschutz | AGB | Sitemap
Media-Daten | Netiquette