Wenn Kinder im Bus stehen müssen


Stehen oder sitzen: Nicht alle Grundschulkinder aus Rothenberge und Bilk können morgens sitzen. Eine Elterninitiative bewertet diesen Umstand anders als der Schulträger, die Gemeinde.
Stehen oder sitzen: Nicht alle Grundschulkinder aus Rothenberge und Bilk können morgens sitzen. Eine Elterninitiative bewertet diesen Umstand anders als der Schulträger, die Gemeinde.
(Foto: Attermeyer)


Wettringen. Der Busverkehr für die Grundschüler aus Rothenberge und Bilk steht in der Diskussion. Eine Elterninitiative fürchtet um das Wohl ihrer Kinder, weil diese in den beiden Bussen, die die Mädchen und Jungen morgens aus den Bauerschaften abholen, nicht selten stehen müssen - und damit im Falle eines Unfalles besonders gefährdet seien.

Unter dem Motto „Mehr Sicherheit für unsere Kinder im Schulbusverkehr“ hatte diese Initiative zum Schuljahresbeginn darauf hingewiesen und bei einer Informationsveranstaltung im Schulzentrum vor allem die Eltern der neuen „Buskinder“ mit der in ihren Augen problematischen Lage konfrontiert. Ebenfalls dabei waren Gemeinde und das Busunternehmen.


Vor Beginn der Herbstferien verteilte die Initiative kleine Faltblättchen an der Schule, außerdem schrieb sie Briefe an alle Ratsmitglieder und bat darin um Unterstützung für die Sache. Die Sprecherinnen der Initiative - Heike Brebaum, Denise Krokowski, Karin Schulze-Bilk und Rita Voß - laden jetzt zu einer weiteren Informationsveranstaltung ein und haben dafür den Saal Hagenhoff in Rothenberge gemietet. Sie findet statt am Donnerstag, 16. Oktober, ab 19 Uhr. Dort wird die Initiative informieren, außerdem ein pensionierter Polizei-Hauptkommissar. Auch die Gemeinde als Schulträger ist an diesem Abend dabei und wird von Bürgermeister Engelbert Rauen vertreten.

Der allerdings wollte der Veranstaltung nicht vorgreifen. „Wir bewegen uns im rechtlichen Rahmen und sehen keinen Handlungsbedarf“, sagte Rauen gestern gegenüber der MV. Diese Einschätzung habe man den Eltern bei der Veranstaltung im August und bei einem weiteren Gespräch nahezubringen versucht. „Wir wissen, dass die Gemeinde und das Busunternehmen im gesetzlichen Rahmen für die Sicherheit unserer Kinder sorgen“, meinten auch die vier Sprecherinnen der Initiative. Aber das sei nicht ausreichend. Es gebe ein „krasses Missverhältnis“, wenn man die Situation im Schulbus mit den Erfordernissen im Auto vergleiche. Dort müsse man passende Sitze - gemessen an Größe und Gewicht der Kinder - haben und die Anschnallpflicht beachten.

Konkret fordern sie einen dritten Bus, der die Linien Rothenberge und Bilk entlastet. Die zusätzlichen Kosten dafür bewegen sich „in einem vertretbaren Rahmen“, behaupten sie.

Wie die Gemeinde diesen Vorschlag bewertet und wie die Diskussion weitergeht, erfahren Interessierte und Betroffene am 16. Oktober.



07 · 10 · 08



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