So macht Kochen noch mehr Spaß


Rudi Grunden (links), Thorben Zilske (kommissarischer Konrektor), Stefan Streit, Ingrid Kampschulte (von rechts) und die Schüler sind begeistert von der neuen Kücheneinrichtung.Foto:
Rudi Grunden (links), Thorben Zilske (kommissarischer Konrektor), Stefan Streit, Ingrid Kampschulte (von rechts) und die Schüler sind begeistert von der neuen Kücheneinrichtung.Foto:
(Ruth Jacobus)


Tecklenburg - Viele Köche verderben den Brei? In der Küche der Hauptschule ist das anders. Wenn dort die Mädchen und Jungen gemeinsam wirken, dann entsteht auch schon einmal ein schmackhaftes Menü - zumindest, wenn es die Schüler sind, die bereits seit längerer Zeit den Kochlöffel schwingen. Gestern stand für die Neuntklässler theoretischer Unterricht auf dem Stundenplan. Schade. Zu gern hätten sie gekocht. Schließlich ist die Küche komplett neu eingerichtet - vom Herd bis zum Schneebesen.

Die Küche muss so Einiges aushalten. „Sie ist fast die ganze Woche ausgelastet“, berichtet Schulleiter Rudi Grunden. Neben der Schule nutzen auch DRK und Volkshochschule die Räume. Kein Wunder also, dass man sich beispielsweise für Arbeitsplatten aus Granit entschieden hat. Denn die sind nahezu unverwüstlich. Induktionsherde, eine Spülmaschine, wie sie auch im gewerblichen Bereich genutzt wird - kein Wunder, die Fachlehrerinnen im Bereich der Hauswirtschaft, Ingrid Kampschulte und Gudrun Spuhn, begeistert sind. Die Arbeitsflächen sind großzügig bemessen. Die Fassaden im hellen Holzton sorgen für ein freundliches Ambiente in der Küche, die auch über genügend Platz für den theoretischen Unterricht verfügt.


„Wir sind dankbar, dass wir die Küche bekommen haben“, versichert Grunden, als Bürgermeister Stefan Streit die neue Einrichtung in Augenschein nimmt. „Wir sehen die perspektivische Zukunft der Schule“, weiß dieser das Geld gut angelegt.

46 000 Euro hat die Küche gekostet. Insgesamt werden rund 70 000 Euro in die Sanierung fließen. Nebenräume, in denen Vorrat und Putzmittel aufbewahrt werden, müssen noch überarbeitet werden. Außerdem sind dämmende Maßnahmen erforderlich, denn beim Unterricht halt es zu laut durch die Küche.

Der Unterricht in den neu gestalteten Räumlichkeiten macht aber trotzdem schon Spaß. Die Jugendlichen lernen derzeit, mit den Induktionsherden umzugehen und sie sorgsam zu behandeln. Und demnächst wird es dann auch verlockend duften, wenn die Theorie der Praxis weicht. Die Zehntklässler beispielsweise seien bereits in der Lage ein komplettes Menü für die ganze Klasse zu zaubern, erzählt Ingrid Kampschulte. Dazu gehören auch die Planung, die Bemessung der Zutaten und die Vorbereitung.

Wer sich von den Kochkünsten der Schüler überzeugen möchte, kann das am 15. Januar 2011. Dann lädt die Hauptschule ein zum Tag der offenen Tür. In diesem Rahmen soll dann die Küche offizielle mit einer besonderen Aktion eingeweiht werden.

VON RUTH JACOBUS, LENGERICH


03 · 09 · 10





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