Rheine - Mit Schadenersatzforderungen in Millionenhöhe muss sich in nächster Zeit die Sparkasse Rheine auseinandersetzen. Nach Informationen unserer Zeitung sind mehrere Klagen beim Landgericht Münster anhängig, bei denen es insgesamt um siebenstellige Beträge geht. Während die Kläger, Kunden der Sparkasse, schwere juristische Geschütze auffahren, bleibt der Vorstand der Stadtsparkasse gelassen. „Wir haben nicht gegen bestehende Gesetze verstoßen. Die Geschäfte sind sauber abgewickelt worden“, sagte gestern Vorstand Armin Tilly auf Anfrage.
Bei den Geschäften geht es um Index-Zertifikate und damit generierte „Kick-backs“ - das sind Rückerstattungen und Provisionen von Finanzdienstleistern, für die die Sparkasse Produkte verkauft hat. In den anhängigen Klagen spielen insbesondere Zertifikate von Landesbanken wie der WestLB eine große Rolle, mit denen die Anleger seit Herbst 2008 erhebliche Verluste erlitten haben.