Metelen. Die Vechtegmeinde ist zwar knapp an der engen 20-Kilometer-Sperrzone vorbeigeschrappt und gehört „nur“ zur 50-Kilometer-Beobachtungszone, dennoch sorgt der jetzt in den Niederlanden aufgetretene neue Typ der Blauzungenkrankheit auch bei den Metelener Landwirten für Unruhe. „Ich habe heute Morgen aus der Zeitung davon erfahren. Genauere Informationen habe ich noch nicht, doch Gedanken macht man sich da schon“, meinte Heiner Stauvermann gestern Vormittag im Gespräch mit unserer Zeitung.
Der Ortslandwirt ist einer der größten Milchviehhalter in Metelen. 60 Kühe stehen in seinem Stall. Im vergangenen Sommer sind sie - wie alle ihre Artgenossen bundesweit - gegen die Blauzungenkrankheit geimpft worden. „Da hat man eigentlich gedacht, das Thema wäre erledigt“, meinte Stauvermann. Zumal einige Kollegen damals nicht unwesentliche Nebenwirkungen festgestellt haben. „Es ist zwar nicht erwiesen, dass das auf die Impfung zurückzuführen ist, aber es wurden immer wieder Stimmen laut, die beklagten, dass zum Beispiel die Qualität der Milch nicht mehr so optimal gewesen sei. Andere Landwirte haben beobachtet, dass ihre Tiere nach der Impfung schlechter tragend wurden. Alles das hat natürlich Verluste mit sich gebracht“, so Stauvermann.