Faszination Fußball


Freuen sich über den „Aktiv-Punkt“ Lienen (von links): Bürgermeister Dr. Martin Hellwig, Jürgen Steiner und Anja Schmidt. Neben einem Kleintor ist in der Tourist-Info eine Spielebox vorrätig.Foto:
Freuen sich über den „Aktiv-Punkt“ Lienen (von links): Bürgermeister Dr. Martin Hellwig, Jürgen Steiner und Anja Schmidt. Neben einem Kleintor ist in der Tourist-Info eine Spielebox vorrätig.Foto:
(Wilhelm Schmitte)


Lienen - Sie ist 800 Kilometer lang, verbindet Aachen mit Bielefeld und trägt den Namen „Deutsche Fußball Route NRW.“ Eine Station auf dem Weg ist Lienen. Radler können am Barfuß-Park ausspannen und die müden Füße im Wassertretbecken kühlen. Für Autofahrer gibt es ebenfalls eine entsprechende Strecke.

Ist dann noch genügend Energie und Zeit vorhanden, warum nicht ein Spiel wagen? Schließlich ist Lienen ein so genannter Erlebnispunkt. Ein kleines tragbares Tor (gut 97 Zentimeter breit, Gewicht: neun Kilogramm) ist schnell auf den Wiesen am Dorfteich aufgebaut. Das Spiele-Set umfasst Lederball und kleine Pylonen. Anregungen für Spiele werden gleich mitgeliefert. Wie wär`s mit Torwandschießen? Oder Fußball-Boule? Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. „Spiele und Tor können in der Tourist-Info ausgeliehen werden“, bemerkt Anja Schmidt, in der Gemeindeverwaltung für Tourismus und Kultur zuständig. Dort ist auch ein Tour-Guide (3,95 Euro) und ein Reiseführer mit Routenverlauf (9,95 Euro) erhältlich.


„Wir wissen, dass es für die Strecke eine große Aufmerksamkeit gibt“, weiß Jürgen Steiner zu berichten. Der DFR-Projektleiter aus Duisburg hält die großen Kultstätten des Fußballs, die die Route erschließt, für einen unschlagbaren Vorteil.

Von der Pilgerstraße des deutschen Fußballs erhofft sich die Kommune weitere Tagesbesucher. Die DFR erzählt von Weltmeistern und solchen die es werden wollten, von Götterdämmerung und tierischen Vergnügen, von Leid und Leidenschaft. Sie macht Lust auf Kicken an den verschiedenen Erlebnispunkten.

Bürgermeister Dr. Martin Hellwig, selbst begeisterter Fußballer, ist froh, dass Lienen in die Route eingebunden ist: „Sehr schön.“ Geprüft wird noch, wo das Tor - eine Aufsicht ist unumgänglich - aufgestellt wird und ob keine Gefahren davon ausgehen. „Das Tor erschlägt niemanden“, meint Steiner mit Blick auf den tragischen Unfall im Münsterland.

VON WILHELM SCHMITTE, LENGERICH


13 · 08 · 10



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