Lengerich - Ohne Haushaltssicherungskonzept kommt der städtische Etat für das laufende Jahr nicht aus. Daran lässt der Bürgermeister im Haupt- und Finanzausschuss am Dienstagabend nicht den geringsten Zweifel. „Die Aufsichtsbehörde weiß, dass die Misere durch Einnahme-Ausfälle und nicht durch Misswirtschaft zustande gekommen ist“, teilt Friedrich Prigge den Kommunalpolitikern mit.
Die nackten Zahlen sind erschreckend: 32,7 Millionen Euro sollen erwirtschaftet werden. Dem stehen Ausgaben von 39 Millionen Euro gegenüber. Unter dem Strich fehlen rund 6,3 Millionen Euro. Was Dramatik in die finanzielle Situation bringt, ist die Entwicklung im vergangenen Jahr. Statt eines kalkulierten Fehlbedarfs von 6,1 Millionen Euro wird sich dieser Betrag voraussichtlich verdoppeln. Die Wirtschaftskrise und die dadurch bedingten Steuerausfälle lassen grüßen.