Laer - „Sie ist wunderschön geworden“, schwärmt ein Passant, der extra angehalten hat, um die schmucke Kapelle im Esch - dort, wo das Fünf-Wunden-Kreuz steht - aus der Nähe zu betrachten. „Sie ist zwar noch nicht ganz fertig, aber so gut wie“, erklärt Werner Heuing dem Besucher. Der gelernte Maurer hat sozusagen die Funktion des „Dombaumeisters“ übernommen.
Natürlich hat der Handwerker den kleinen kirchlichen Ram nicht alleine errichtet, sondern gemeinsam mit zahlreichen anderen ehrenamtlichen Helfern, die sich jeden Montag - zum Ende noch öfter - in der Bauerschaft Altenburg treffen, um den lang gehegten Traum von einer kleinen Gebetsstätte an dem Punkt zu errichten, der für die Laerer eine besondere Bedeutung hat. So wurden hier früher die Hollandgänger verabschiedet. Eine Kreuzwegstation samt Bank, die viele Radfahrer nutzen, würdigt bereits den idyllischen Fleck mitten in der grünen Natur mit viel Stille und einen weiten Blick auf Laer. Zukünftig werden hier vermutlich noch mehr Autofahrer, Radler und Spaziergänger anhalten. Ob zum Beten, zum Besinnen oder einfach nur, um zur Ruhe zu kommen, den Mitgliedern des Kapellenvereins „Zu den fünf Wunden“ ist jeder Besucher, egal, welches Anliegen er hat, willkommen. Das bestätigt stellvertretender Vorsitzender, Dr. Elmar Lengers, der zu den Gründungsmitgliedern des Kapellenvereins gehört, der am 5. März 2009 ins Leben gerufen wurde. Im Winter vor einem Jahr nahmen die Helfer - dabei handelt es sich um viele Mitglieder der Werkgruppe des örtlichen Heimatvereins - ihre Arbeit auf. Gemeinsam haben sie die Mauern des Klinkerbaus mit den in Sandstein eingefassten Ecken und Rundbogenfenstern hochgezogen. Schon im März 2010 konnte Richtfest gefeiert werden.