Greven - Nein, gute Rezepte mag Weezes Flughafenchef Ludger van Bebber seinem Geschäftsführer-Kollegen Gerd Stöwer nicht geben. Doch die Gründe für das starke Wachstum seines Airports, der in diesen Tagen den FMO in Sachen Passagierzahlen mit Tempo überholen dürfte, kennt der Geschäftsmann, der im Jahr 2003 als Flughafen-Fremder seine Position am Niederrhein eingenommen hat. „Unterschiedliche Märkte“, nennt von Bebber einen Hauptunterschied zum FMO. „Die Hälfte unserer Passagiere kommt aus den Niederlanden.“ Über die A 57 geht´s zügig zum Airport, für den von Bebber auch in diesem Jahr mit einer 50-prozentigen Wachstumsrate rechnet. „Die Zwei-Millionen-Grenze schaffen wir ganz locker.“
Doch wo sieht von Bebber die größten Unterschiede zwischen den beiden internationalen Verkehrsflughäfen? „So groß sind die eigentlich gar nicht, schränkt der Geschäftsführer ein, „denn beide Flughäfen wickeln schließlich europäische Luftverkehre ab.“ Was allerdings die Air Berlin für Greven ist, ist für Weeze die Ryan Air. „Ohne Frage kooperieren wir hier mit dem expansivsten Carrier in ganz Europa.“ Dass damit Weeze wie eben auch der FMO in der Abhängigkeit eines Partners ist, stört von Bebber nicht. „Heute ist es bei nahezu jedem Flughafen der Fall, dass er mit einem starken Partner zusammenarbeitet.“