Greven - Eltern von Kindern mit Förderbedarf dürfen hoffen, dass ihr Nachwuchs ab diesem Sommer am inklusiven Unterricht an einer der weiterführenden Schulen in Greven teilnehmen kann. Dafür sollen eine, wahrscheinlich sogar zwei so genannte Integrierte Lerngruppen (IGL) eingerichtet werden. An welcher Schule diese verankert werden, ist noch offen. Besprochen wurde diese Frage bei einem Treffen der städtischen Verwaltungsspitze mit den Schulleitern im Januar. „Dabei haben alle Schulleiter zugesichert, diesen Weg mitzugehen“, sagte Bürgermeister Peter Vennemeyer im Schulausschuss am Mittwochabend. Daher sei eine IGL grundsätzlich an jeder der weiterführenden Schulen in Greven möglich, namentlich an der zu gründenden Gesamtschule, der Anne-Frank-Realschule und am Gymnasium. Jedoch verdeutlichte Frank Hänel, in der Stadtverwaltung für die Schulen zuständig, dass die Stadt die Entscheidung über die Einrichtung der IGL nicht selbst treffen könne. Dafür sei die Schulaufsicht, sprich: die Bezirkregierung, zuständig. Man könne die Entwicklung vor Ort lediglich unterstützen, indem man Bereitschaft signalisiere. Dies ist nach Auskunft von Vennemeyer auch bereits erfolgt.
Sollte es ab Sommer eine oder zwei IGL in Greven geben, können Eltern ihre Kinder jedoch nicht direkt an den jeweiligen Schulen anmelden. Stattdessen wird die Schulaufsicht die Kinder „zuweisen“ - was im Anmeldeverfahren zu mancherlei Verwirrung führen dürfte. Um betroffenen Eltern Orientierung zu geben, sagte Vennemeyer zu, Informationen zusammenzustellen, aus denen die jeweiligen Eltern ersehen könnten, wie sie vorzugehen haben und wer ihnen als Ansprechpartner zur Verfügung stehe.