Theodor Storm tritt an Wagenfelds Stelle

Neue Schilder schon nächste Woche?


Diese von Adolf Brütt gestaltete Büste zeigt Theodor Storm und steht seit 1898 in Husum, der Heimatstadt des Dichters.Foto:
Diese von Adolf Brütt gestaltete Büste zeigt Theodor Storm und steht seit 1898 in Husum, der Heimatstadt des Dichters.Foto:
(Husum Touristik)


Reckenfeld - Der Name Karl Wagenfelds wird in Reckenfeld bald nicht mehr auf einem Straßenschild zu finden sein. Dafür der Name Theodor Storms. Doch wer war Theodor Storm? Das mögen sich viele Reckenfelder fragen, seitdem feststeht, dass der „Wagenfeldweg“ bald „Theodor-Storm-Weg“ heißen wird - das hatten der Bezirksausschuss Reckenfeld und der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt beschlossen.

Wie lange die konkrete Umsetzung dauern wird, steht noch nicht fest. „Das könnte schon in der kommenden Woche passieren, wenn die Umbenennung dann schon rechtskräftig ist“, erklärt Ullrich Hannemann von der Stadtverwaltung. „Die Anwohner des jetzigen Wagenfeldwegs werden angeschrieben, sobald sie direkt von der Umbenennung betroffen sind.“ Übergangsweise werden wahrscheinlich beide Straßennamen nebeneinander stehen. Der Wagenfeldweg könnte dann eine rote Markierung bekommen, damit auch Ortsfremden klar ist, welcher Name der aktuelle ist. Eine einheitliche Regelung, wie lange das alte Schild hängen bleiben muss, gibt es nicht. In Münster richtet man sich auf ein Jahr ein.


Theodor Storm hat schon viele Schülergenerationen begleitet. Wer kennt nicht die Novelle „Der Schimmelreiter“, in dem der Aufstieg eines Bauernsohnes zum Deichgrafen erzählt wird, der am Ende in einer Sturmflut mit den Worten stirbt: „Herr, Gott, nimm mich, verschon die anderen!“

„Am grauen Strand, am grauen Meer und seitab liegt die Stadt; der Nebel drückt die Dächer schwer, und durch die Stille braust das Meer eintönig um die Stadt.“ Diese Passage aus dem wohl bekanntesten Gedicht des Novellisten und Lyrikers mag dem ein oder anderen ebenfalls vertraut sein.

Theodor Storm wurde am 14. September 1817 in Husum geboren. Als 16-Jähriger schrieb er seine ersten Gedichte, mit 17 wurde eines davon im „Husumer Wochenblatt“ abgedruckt. 1846 heiratete Theodor Storm seine 18-jährige Cousine Constanze Esmarch, die ihm sieben Kinder gebar. 21 Jahre später starb sie bei der Geburt ihres letzten Kindes. 1866 heiratete Storm erneut. Am 4. Juli 1888 starb der Dichter, er wurde auf dem Friedhof „St. Jürgen“ in Husum beerdigt.



01 · 02 · 12





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