Gesamtschule

Grünes Licht von den Nachbarn


Nur die Rückmeldungen aus Altenberge und Nordwalde fehlen noch. Alle anderen Nachbarkommunen sehen die Grevener Gesamtschulplänen positiv. Foto: dpa
Nur die Rückmeldungen aus Altenberge und Nordwalde fehlen noch. Alle anderen Nachbarkommunen sehen die Grevener Gesamtschulplänen positiv. Foto: dpa


Greven - Die Tage werden nicht nur sprichwörtlich kürzer, die Vorbereitungen zur Gründung einer Gesamtschule gehen in die heiße Phase. Aus allen Umlandkommunen außer Nordwalde und Altenberge liegen inzwischen Stellungnahmen vor, die die Stadt Greven einholen muss, um das Genehmigungsverfahren erfolgreich abschließen zu können. „Völlig unproblematisch“ seien die bisherigen Voten der Kommunen ausgefallen, sagte Edgar Hengstmann, Fachdienstleiter Schulen im Grevener Rathaus, auf WN-Anfrage. „Es gibt keine Einwände.“

Das gelte auch für Emsdetten. Auch dort reifen derzeit Gesamtschulpläne, organisatorisch ist die Nachbarstadt aber noch nicht ganz so weit wie Greven. Dass Emsdetten trotz eigener Bemühungen, eine Gesamtschule zu etablieren, keine Bedenken gegen die Grevener Pläne habe, überrascht Hengstmann nicht. Man könne schließlich schlecht Greven ablehnen und dann selbst aus der Nachbarstadt eine positive Rückmeldung erwarten.


Wie die Bezirksregierung die Stellungnahmen nun konkret einordnet, werden die kommenden Wochen zeigen. Sicher ist, dass sich die Entscheidung über Wohl und Wehe des Grevener Antrags sehr wohl an den jeweiligen Rückmeldungen ausrichten wird. „Der regionale Konsens ist wichtig“, weiß Hengstmann. Mit ernsthaften Problemen rechnet er allerdings nicht. „Wenn man das in Greven ablehnen würde, müsste man Emsdetten auch ablehnen.“ Das wiederum heiße im Umkehrschluss, dass die Gesamtschulen in Saerbeck und Nordwalde erweitert werden müssten, um die Schülermassen aufnehmen zu können. „Und diese Kommunen müssten neben den Baukosten auch für die erhöhten Fahrtkosten aufkommen.“ Für Hengstmann ein undenkbares Szenario.

In der Personalangelegenheit Willi Juchem, der die Grevener Gesamtschule beraten soll (WN berichteten), gibt es derweil noch keine neue Entwicklung. Seine Verpflichtung sei nicht Sache der Stadt Greven, sondern der Bezirksregierung. Die allein entscheide, ob und - wenn ja - wen sie Greven beratend zur Seite stellen wolle. „Ich hätte gegen Juchem nichts einzuwenden“, sagt Hengstmann offen. Der Entscheidung der münsterischen Behörde wolle er jedoch nicht vorgreifen.

Geht alles seinen Gang, wird es noch in diesem Jahr einen kommissarischen Schulleiter für die noch immer namenlose Gesamtschule geben. Dieser werde mit einem vorläufigen Konzept Ende November in die Grundschulen gehen und dort für das pädagogische Angebot der Bildungseinrichtung werben können.

Dass die Grevener Schulpläne noch scheitern könnten - daran verschwendet Hengstmann derweil keinen Gedanken. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass das noch in die Hose geht. Das wäre nicht zu begründen.“

VON OLIVER HENGST, GREVEN


10 · 10 · 11




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