„Die Qualität ist über dem Durchschnitt“


Das Selbstpflücken auf dem Grevener Erdbeerfeld ist am Wochenende auf jeden Fall noch möglich.Fotos:
Das Selbstpflücken auf dem Grevener Erdbeerfeld ist am Wochenende auf jeden Fall noch möglich.Fotos:
(Peter Beckmann)


Greven - „Der Regen hat den Erbeeren gut getan. Durch den Wind sind die Früchte vorher ziemlich ausgetrocknet worden“, erklärt Renate Kätker am Grevener Erdbeerfeld. Wenn die Temperaturen jetzt kühl blieben, sei das Selbst-Pflücken noch länger möglich. „Auf jeden Fall geht das noch am Wochenende. Dann müssen wir von Tag zu Tag schauen“, verrät die Erdbeerexpertin. Momentan kostet das selbstgepflückte Pfund Erdbeeren 1,50 Euro. Bei einer Menge von über zehn Kilogramm vermindert sich der Preis um zehn Cents pro Kilo. Wer bereits gepflückte Erdbeeren kauft, legt für die gleiche Menge 70 Cents mehr auf den Tisch.

Leonie Fabich würde es freuen, wenn das Erdbeerfeld noch länger geöffnet wäre. Die junge Grevenerin ist zusammen mit ihrer älteren Schwester Marie und ihrem Vater Christian auf dem Feld. „Wir sind schon zum zweiten Mal hier in diesem Jahr“, erzählt Christian Fabich. Mit der Qualität der Erdbeeren sind die Fabichs zufrieden. „Die sind einfach lecker“. Und wer weiß, vielleicht schaffen die drei es ja, einen dritten Familienausflug auf das Erdbeerfeld zu unternehmen.


Auch Erdbeeranbauer Jürgen Kätker ist zufrieden. „Die Qualität der Erdbeeren ist in diesem Jahr überdurchschnittlich“, sagt er. Dass die Ernte schon fast vorbei ist, liegt an den hohen Temperaturen im Mai. „Die Haupternte hat extrem früh angefangen. Nur 2006 war das noch früher“, erklärt Kätker. Bisher seien fast keine der Erdbeeren verfault, was an der Trockenheit liege. Damit ist es ja jetzt erst einmal vorbei. Doch der Wolkenbruch der vergangenen Tage tat den leckeren roten Früchten gut. „Eine Erdbeere besteht zu 80 Prozent aus Wasser. Die Früchte brauchte den Regen wirklich“, bestätigt Renate. Ohne Regen hätten die Erdbeeranbauer die Felder selbst bewässert. „In Maßen ist der Regen gut. Wenn das aber zu viel wird, dann können die Früchte auch verregnen“, bestätigt Kätker.

Katja Köbbing, Abiturientin, bessert an der Kasse des Erdbeerfelds momentan ihr Taschengeld auf. Und die 19-Jährige kennt sich gut aus im Metier. „Die Farbe bestimmt nicht unbedingt den Geschmack. Das stärkste Rot ist kein Indiz dafür, dass die Frucht am Süßesten ist“, sagt Köbbing. Vor einigen Jahren habe es auf dem Erdbeerfeld sogar grüne Erdbeeren gegeben, die reif und richtig süß waren. „Die Leute haben diese Sorte aber nicht gekauft“, beschreibt die 19-Jährige das Problem. Richtige Erdbeeren müssen wohl auch knallig rot sein.

Den Rekord im Selbstpflücken halte eine Frau, die zusammen mit ihrem Sohn schon zwei Mal da gewesen sei. „29 Kilogramm waren es beim zweiten Mal. Und daraus wird jetzt wohl Marmelade gemacht“, verrät Katja Köbbing. Zwar könne die Menge nicht auf einmal verarbeitet werden, doch eingefroren hielten sich die Erdbeeren recht lang. Und für die Marmelade seien die Früchte dann immer noch brauchbar.



12 · 06 · 09





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