Brasilien auf dem Marktplatz


Brasilianische Stimmung soll bei einer Benefizveranstaltung am 14. August aufkommen.
Brasilianische Stimmung soll bei einer Benefizveranstaltung am 14. August aufkommen.


Altenberge - Bom Dia Brasil - Guten Tag Brasilien in Altenberge. Unter diesem Motto findet am letzten Ferientag, dem 14. August (Freitag) eine Benefizveranstaltung für die Brasilienhilfe des Vereins Casa Nova statt. Dabei handelt es sich um eine Kooperationsveranstaltung von Casa Nova, der Kulturwerkstatt, dem Hexenbesen und dem KoT-Jugendheim. Und weil am Freitagabend die Werbegemeinschaft das „Moonlightshopping“ im Dorf durchführt, ist auch mit der Werbegemeinschaft eine Kooperation zustande gekommen: Kurzerhand wurde das für die Kulturwerkstatt geplante brasilianische Konzert auf den Marktplatz verlegt. Dort kann man jetzt im Sand an der Bar für einen guten Zweck Cocktails schlürfen - der Erlös kommt der Brasilienhilfe zugute.

Insgesamt erwartet die Altenberger an diesem Aktionstag ein buntes Programm zum Thema Brasilien. In fünf Workshops kann man sich Brasilien mit seinen Eigenarten auf unterschiedliche Weise nähern. In der Kulturwerkstatt werden mit Feile und Schmirgelpapier unter Anleitung von Paul Winz kleine Kunstwerke aus brasilianischem Speckstein erstellt.


Gleichzeitig können Kinder aus einfachen Materialien bunte brasilianischen Ketten herstellen, wie sie auch im Karneval getragen werden.

Im KOT-Jugendheim lernen Jugendliche ab 14 Jahren „Capoeira“ kennen, ein Kampftanz der schwarzen Brasilianer aus der Kolonialzeit, der heute als Sportart auch in Deutschland bekannt wird. In der Küche der Hauptschule findet ein brasilianischer Kochkurs für Männer (und Frauen) statt unter Anleitung von Sandra Avila. Bei einer Einführung in den „Salsa“ Tanz in der Kulturwerkstatt können sich alle mit und ohne Partner in brasilianischen Rhythmen erproben. Und am Abend genießt man im Rahmen des Moonlighthoppings auf dem Marktplatz brasiliansche Livemusik Musik mit der Gruppe „Manga Maluca“.

Mit dem Erlös soll die Arbeit des Centro Communitario, dem Gemeinschaftshaus in Bela Vista, unterstützt werden. In diesem Herzstück des Projektes ist eine Kindertagesstätte für 50 Kinder, es gibt Sprachkurse für Jugendliche, Beratung für Frauen und er ist Treffpunkt für alle Bewohner.

Durch die sehr hohe Inflation im Land und der Streichung der Unterstützung mit Lebensmitteln durch die politische Gemeinde ohne Angabe von Gründen, wird die Arbeit immer schwieriger. Das Projekt arbeitet nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“. So bringen die Bewohner das Geld für Strom und Wasser durch Veranstaltungen im Centro selber auf. Reparaturen an den Häusern und im Centro werden in Eigenleistung gemacht.



20 · 07 · 09





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