Prinz Florian I. und Funkenmariechen Julia I. sind schon seit Jahren närrisch aktiv

Karneval in „Otti“: „Der Weg ist das Ziel“


Florian I und Julia I. freuen sich auf die Pripro am Samstag und hoffen für den 12. Februar auf viele Tausend Besucher beim großen Umzug.Foto:
Florian I und Julia I. freuen sich auf die Pripro am Samstag und hoffen für den 12. Februar auf viele Tausend Besucher beim großen Umzug.Foto:
(Stefan Overbeck)


Ottmarsbocholt - Ottibotti wie es singt, feiert und lacht“: Mit der Prinzenproklamation (Pripro) am kommenden Samstag (4. Februar) in der Halle Vollmer und dem Karnevalsumzug am 12. Februar (Sonntag) stehen den Jecken die beiden Höhepunkte der Session ins Haus. WN-Redakteur Siegmar Syffus sprach mit Prinz Florian I. (Kolbe) und Funkenmariechen Julia I. (Busch) über den Karneval in Otti-Botti.

Seit wann sind Sie beim Karneval aktiv dabei?



Julia: Ich feiere Karneval, seitdem ich denken kann. Schon als kleines Kind hat mich die Clique meiner Eltern mitgenommen.

Florian: Ich bin seit meinem sechsten Lebensjahr im Spielmannszug aktiv. Beim Wagenbau der Ecke Broholt helfe ich, seitdem ich etwa 15 oder 16 Jahre alt bin. Das macht Spaß. Denn auch als Jüngerer wird man dort sehr gut aufgenommen. Außerdem bin ich schon seit knapp zehn Jahren im Festausschuss der Ecke Broholt.

2. Apropos Broholt. Julia stammt aus der Ecke Horst. Mussten Sie einen Einreiseantrag für den Broholt stellen?

Julia (lacht): Nein. Ich bin so super herzlich aufgenommen worden bei der Ecke Broholt. Und ich habe hier so viele neue nette Leute kennengelernt, dass ich jetzt schon die Zeit nicht mehr missen möchte, die ich im Broholt verbracht habe.

3. Haben Sie selbst schon mal das Eckenfest-Programm mitgestaltet?

Florian: Ja das mache ich mit Freunden schon seit sieben oder acht Jahren. Außerdem spielen wir mit dem Flamingo-Express Live-Musik und sind auch schon auf der Pripro aufgetreten. Ich spiele Schlagzeug.

Julia: Aktiv eingestiegen ins Eckenfestprogramm bin ich mit etwa 15 Jahren - mit den Hörster Brathennen. Seit fünf Jahren ziehen wir vom Kegelclub „Ottifantentanten“ als Fußgruppe beim Umzug mit. Wir sind zwölf Mädels. Und alle haben Spaß dabei.

4. Was bewegt Sie, regelmäßig mitzumachen?

Florian: Der Umzug selbst ist nur ein ganz kleiner Teil des Ottmarsbocholter Karnevals. Das Wagenbauen läuft schon seit Anfang Oktober, die Abende, an denen man gemütlich beisammen sitzt und im Vorfeld die Planung - das alles gehört dazu. Die Gemeinschaft, das ganze Drumherum ist wichtig. Der Umzug ist dann der Höhepunkt.

Julia: Genau. Der Weg ist das Ziel: Die Eckenfeste, sich regelmäßig treffen, gemeinsam Gedanken machen und zusammen lustige Abende verbringen.

5. Als Prinz und Funkenmariechen sind Sie Repräsentanten des Broholt und des Ottmarsbocholter Karnevals insgesamt. Empfinden Sie das nicht auch als eine Belastung?

Florian: Nein. Man macht das doch freiwillig. Ich habe schon vor sieben Jahren, als Mitglied des Broholter Elferrates, miterlebt, wie die Session abläuft. Von daher weiß ich, was an Terminen und Aufgaben auf mich zukommen kann. Ich habe mich klar dafür entschieden, das Amt des Prinzen zu übernehmen und mache es sehr gerne.

Julia: Und es ist auf jeden Fall eine Ehre. Denn man hat im Leben ja nur einmal die Chance dazu - wenn überhaupt. Florian wollte es so gerne. Er hat mich gefragt - da musste ich nicht lange überlegen.

6. Sie müssen durch Ihre Ämter eine ganze Menge Zeit. Welche Aufgaben stehen für Sie an?

Florian: Wir haben einen Terminkalender, der ziemlich vollgepackt ist: Prinzenvorstellung, Eckenfest, Prinzenwiegen, Pripro. Und dann das Karnevalswochenende selbst mit Eiersammeln, Schlüsselübergabe, Umzug und der Montag danach, der ebenfalls vollgepackt ist. Am Samstag darauf sind wir beim Ottmarsbocholter Seniorenkarneval, abends dann auf dem Bösenseller Karnevalsfest. Und am Dienstag nach Rosenmontag fahren wir nach Senden zum Eier wegbringen zum Klarissen-Kloster und anschließend zur Kinderheilstätte nach Nordkirchen und nehmen auch dort am Karnevalsumzug teil.

7. Was wünschen Sie sich für den Umzug am 12. Februar?

Julia: Natürlich schönes Wetter, viele Leute und tolle Stimmung.

Florian: Ja. Nach dem Regen in den vergangenen Jahren ist Otti-Botti endlich mal wieder mit Sonnenschein an der Reihe.

VON SIGMAR SYFFUS, SENDEN


02 · 02 · 12



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