Lebensdienst im Namen Christi


Durch die Handauflegung und das Weihegebet erflehte Bischof Dr. Josef Voß für den Kandidaten die Gabe des Heiligen Geistes für das Diakonenamt. Foto:
Durch die Handauflegung und das Weihegebet erflehte Bischof Dr. Josef Voß für den Kandidaten die Gabe des Heiligen Geistes für das Diakonenamt. Foto:
(lib)


Ottmarsbocholt - Voller Spannung und besonderer Vorfreude wartete die Gemeinde am Sonntagmorgen in der Pfarrkirche. Denn zum ersten Mal seit über 800 Jahren - also zum ersten Mal seit Bestehen des Ottmarsbocholter Gotteshauses überhaupt - wurde dort eine Diakonenweihe zelebriert. Gemeinsam mit den Delegationen der örtlichen Vereine, mit Messdienern und den Konzelebranten schritt der aus Ottmarsbocholt stammende Kandidat Thomas Hölscher vor Weihbischof Dr. Josef Voß durch den Mittelgang der Pfarrkirche seiner Weihe entgegen.

In seiner Predigt danke der Bischof allen, die Thomas Hölscher auf seinem Weg begleitet haben und erklärte die „Diakonenweihe als eine Weihe zum Dienst am Evangelium“. Und da dieser „Lebensdienst keine Privatangelegenheit“ sei, so Dr. Voß weiter, erfolge die Verkündung, dass der Kandidat bereit ist, auch vor der versammelten Gemeinde. So empfing Thomas Hölscher in einer festlichen Zeremonie, musikalisch begleitet vom Kirchenchor und Instrumentalisten, die Weihe am Altar von St. Urban.


Zum Ende des Pontifikalamtes erhielt Thomas Hölscher von seiner Gemeinschaft „Verbum Dei“ einen ganz besonderen Dank für „seine Suche und seine Treue“. Der Ottmarsbocholter ist Missionar der Gemeinschaft „Missionarische Fraternität Verbum Dei“ und zurzeit in Rom eingesetzt. Am 2. Mai hat er seine Ewigen Gelübde abgelegt.

Weihbischof Josef Voß sprach „einen herzlichen Glückwunsch“ aus und Pfarrer Ulrich Terlinden gratulierte „als dein Pastor“, bevor die Feier mit dem Auszug endete und Thomas Hölscher nun nicht mehr als Kandidat, sondern als Diakon durch den Mittelgang des Ottmarsbocholter Gotteshauses ging.

Thomas Hölscher war „lange in der Gemeinde aktiv“, so Pfarrer Terlinden, der sich sehr freute, dass ein „Sohn unserer Pfarrgemeinde“ die Weihe empfangen hat.

Da Thomas Hölscher für die Gemeinschaft „Verbum Dei“, die ihr Exerzitienhaus in der Venne hat, geweiht wurde, hatte sich Weihbischof Voß bereiterklärt, nach Ottmarsbocholt zu kommen. So kamen viele organisatorische Aufgaben auf die Pfarrgemeinde zu. Aber: „Wir haben sie gerne angenommen“, versicherte Ulrich Terlinden. Denn gerade für die jüngeren Messdiener sieht der Geistliche in Thomas Hölscher ein Vorbild, um über den eigenen Lebensweg nachzudenken. Besonders in einer Zeit der zurück gehenden Kirchenbesucherzahlen und des Priestermangels freute sich Ulrich Terlinden über das gelungene Fest: „Wir haben alle Register gezogen.“



18 · 10 · 09





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