Angklung-Gruppe Appelhülsen

Klassik bestens gemeistert


Mit der Teilnahme am Wettbewerb „Orgel plus“ in Bottrop präsentierte sich die Angklung-Gruppe einem großen Publikum außerhalb der Gemeindegrenzen. Foto:
Mit der Teilnahme am Wettbewerb „Orgel plus“ in Bottrop präsentierte sich die Angklung-Gruppe einem großen Publikum außerhalb der Gemeindegrenzen. Foto:
(NN)


Appelhülsen - Im Rahmen des 24. Festivals „Orgel Plus 2012“ gastierte die Appelhülsener Angklung-Gruppe in der Martinskirche in Bottrop. In zahlreichen Veranstaltungen, bei denen die Orgel als Instrument im Mittelpunkt steht, wird ihr Klang durch andere Instrumente wie Klavier oder Klarinette, aber auch durch Solo- und Chorgesang ergänzt. Erstmalig wurde nun eine Angklung-Gruppe eingeladen.

Für Kirchenmusikdirektor Gerhard Kemena als einem der Organisatoren war es eine besondere Herausforderung, „seine“ Orgel mit dem Klang des indonesischen Instrumentes zu kombinieren. Und auch für die Angklung-Gruppe unter der Leitung von Tomke Weymann war dieses Konzert eine neue Erfahrung. Hinzu kam für die im Jahre 2000 von Dr. Nani Osada und Tomke Weymann gegründete Angklung-Gruppe „Selamat Datang“ - zu deutsch: herzlich Willkommen -, dass mit der Teilnahme am Festival ihr Name weit über Nottuln und Appelhülsen hinaus bekannt wurde.


Eröffnet wurde das Konzert mit einer Zusammenstellung von weihnachtlichen Liedern, gefolgt von einem klassischen Teil. Erstmalig wagten sich die Appelhülsener Angklung-Spieler an Stücke von Bach, Mozart und Bizet. Die Frage, ob klassische Musik überhaupt mit einem Angklung interpretiert werden kann, wurde selbst von Tomke Weymann im Vorfeld durchaus mit Zögern gestellt. Die Reaktion der Zuhörer am Ende der Veranstaltung beantwortete diese Frage eindeutig positiv. Der klassische Teil wurde am Ende mit den Worten „berührend“ und „ergreifend“, „feierlich“ bis hin zu „Gänsehautgefühl“ beschrieben. Dieses Urteil traf besonders auf das Bachlied „Wohl mir, dass ich Jesum habe“ zu, freut sich die Angklung-Gruppe über die positive Resonanz. Fortgesetzt wurde das Konzert mit einem Teil indonesischer Volkslieder, ohne Zweifel ein Muss für jede Angklung-Darbietung. Da durfte das Lied „Dalam Yesus“ auf keinen Fall fehlen, gilt es doch inzwischen für die Gruppe fast schon als Erkennungsmelodie.

Mit der Zusage für das Konzert in Bottrop hatte für die Gruppe eine rege Probentätigkeit begonnen. Gemeinsame Proben mit dem Organisten Gerhard Kemena, der aus Bottrop nach Appelhülsen anreiste, standen ebenso auf dem Plan wie auch die Abstimmung mit dem Nottulner Kirchenchor unter seiner Leiterin Esther Kluth.

Das Instrument Angklung stieß in Bottrop auf reges Interesse. Nani Osada und Tomke Weymann hatten zahlreiche Fragen zu beantworten. Durch allerlei indonesisch-folkloristische Accessoires aus dem Privatbesitz von Nani Osada wurde zudem ein reizvoller optischer Rahmen geschaffen.

Ein kräftiger Applaus war am Ende der Veranstaltung keine Überraschung mehr, er war der Lohn für Herzklopfen und Aufregungen während langer Probenabende und weckt zugleich den Appetit auf mehr Angklung-Musik.



11 · 01 · 12





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