Lüdinghausen. „Was können wir denn nur machen?“, fragte eine verzweifelte Zuhörerin Andreas Bierdel. Der Journalist und frühere Vorsitzende der Hilfsorganisation Cap Anamur hatte aufgerüttelt. Fast zwei Stunden hatte er im Evangelischen Gemeindezentrum über erschütternde Flüchtlingsschicksale an den Grenzen Europas berichtet.
Die rund 60 Zuhörer blieben mit ihrer Verzweiflung nicht allein. „Wir können was tun“, ermunterte Stephan Kreutz, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde. „Es gibt auch hier Möglichkeiten“, stimmte Michael Kertelge, Pastoralreferent der Gemeinde St. Felizitas, als Sprecher des Caritas-Ausschusses zu. Die Auftaktveranstaltung zu einer Reihe mit dem Thema Migration sollte wachrütteln, fasste Sabine Schröder vom Fachdienst für Integration und Migration beim Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) zusammen.