Lüdinghausen - „Jetzt reicht es einfach.“ Lisann Scholz ist ziemlich sauer. Die stellvertretende Schülersprecherin der Gesamtschule Nordkirchen hat sich bereits zwei Mal beim Busunternehmen Veelker über die allmorgendlichen Zustände beklagt. Aber bisher ist nichts geschehen. Voll und unpünktlich, lauten die Vorwürfe der Schüler auf den Punkt gebracht. Am vergangen Mittwoch dann der Höhepunkt: Der Linienbus 523, der um 7.07 Uhr ab dem Busbahnhof Lüdinghausen nach Nordkirchen fahren sollte, kam nicht. Die Kinder standen bei klirrendem Frost auf dem Bussteig - viele gingen nach Hause und ließen sich von den Eltern bringen.
Die Firma Veelker steht natürlich im besonderen Fokus der Öffentlichkeit. Sie hatte gegen die öffentliche Vergabe von Buslinien geklagt. Im Rahmen eines Vergleichs übernahm Veelker 20 Linien und hat auch für verschiedene heimische Linien die Betriebsführung übernommen, ohne sie selber zu betreiben. Dass sich seither die Klagen der Kinder häufen, haben auch die Mitarbeiterinnen im Schulbüro des Gymnasiums Canisianum miterlebt. Insbesondere die Übergangszeit war problematisch. Verspätungen und Busausfälle waren Hauptkritikpunkte. Mittlerweile sei es ruhiger geworden, hieß es am Cani.