Dülmen. Josef Hölker, Eigentümer der Westfalen-Tankstelle in Merfeld, vergleicht, wie seine Kunden, mehrfach am Tag die Spritpreise der Konkurrenz. „Ich schaue häufig Richtung Borken. Da gibt es enorme Unterschiede.“
Denn die derzeit hohen Spritpreise spürt auch Hölker. „20 bis 30 Prozent weniger Kunden besuchen unsere Tankstelle“ und damit auch den Shop. „Wir finanzieren uns heute doch gar nicht mehr durch den Spritverkauf, sondern in erster Linie über den Verkauf von Getränken, Süßigkeiten und anderen Waren.“ Hölker persönlich habe auch gar kein Interesse an hohen Spritpreisen. „Als Eigentümer bekomme ich seit fast 30 Jahren 1,71 Cent pro verkauften Liter Sprit. Bei Pächtern sind es häufig nur 1,2 oder gar nur ein Cent.“ Daher verdiene er trotz der hohen Spritpreise „im Moment nicht mehr. Im Gegenteil.“