Coesfeld. Als die Anlieger der hinteren De-Bilt-Allee jetzt ihre Abgabenbescheide von der Stadt bekamen, tauchte dort auch für die Straßenreinigung eine Summe auf. "Dabei ist hier bei uns gar keine Kehrmaschine im Einsatz", ist sich ein Nachbar sicher. Auch wenn die Summe mit rund sechs Euro vergleichsweise gering ist, möchte er nur für eine Leistung zahlen, die er auch tatsächlich bekommt. "Was läuft da schief?", haben wir bei der Stadt nachgefragt.
"Die kleine Stichstraße ist in der Tat vier oder fünf Monate nicht gereinigt worden", weiß Stadtsprecherin Dorothee Heitz um das Problem. Bereits im Dezember hatte ein Anwohner der Stadt einen entsprechenden Hinweis gegeben. Grund sei der Mitte 2011 erfolgte Wechsel des Entsorgungsunternehmens - von Henning zu Alba -, der auch mit einem Personalwechsel verbunden gewesen sei. Heitz: "Der Fahrer war wohl missverständlich davon ausgegangenen, dass die De-Bilt-Allee am vorher liegenden größeren Wendehammer endet." Die Liste mit den zu reinigenden Straßen, die die Stadt erstellt und abgeliefert habe, enthalte indes ordnungsgemäß auch diese kleine Stichstraße der De-Bilt-Allee. "Der Fall zeigt, dass wir auf aufmerksame Bürger angewiesen sind", so Heitz weiter. Inzwischen erfolge die Straßenreinigung in der betreffenden Stichstraße wieder regulär.
Die De-Bilt-Allee gehört zu den Straßen im Stadtgebiet, in denen eine maschinelle Reinigung erfolgt. Einmal pro Woche rollt hier das Kehrfahrzeug. Es gibt aber auch eine lange Liste von Straßen, in denen die Anlieger selbst für die Reinigung verantwortlich sind. Das gilt zum Beispiel für die Wohnstraßen, die von der De-Bilt-Allee abzweigen. Wer seine Straße selbst säubert, muss natürlich keine Gebühren zahlen.
7 Wer wissen möchte, welche Art der Reinigung in seiner Straße gilt, kann das über die Homepage der Stadt Coesfeld (
www.coesfeld.de) ermitteln oder greift auf folgenden Link zurück:
http://www4.citeq.de/osiris/280+M5d1e3f7e49c.0.html