Verkehrsberuhigungsversuch scheitert

Einbahnstraßen wieder andersrum


Wagen voller Schilder: Manfred Schmeing vom Baubetriebshof mit "Einbahnstraße" und Co. Foto: Viola ter Horst
Wagen voller Schilder: Manfred Schmeing vom Baubetriebshof mit "Einbahnstraße" und Co. Foto: Viola ter Horst


Coesfeld. Manfred Schmeing muss sich gerade mal wieder einen Spruch anhören. "Das müsst ihr jetzt aber nicht noch öfter machen, oder?", fragt ein Passant und kann sich das Schmunzeln nicht verkneifen. Schild für Schild montieren Schmeing und sein Kollege vom städtischen Baubetriebshof ab - wieder ab. Oder drehen es um.

"Einbahnstraße" wieder anders rum, "vorgeschriebene Fahrtrichtung rechts" wieder "vorgeschriebene Fahrtrichtung links", "Durchfahrt verboten" und "Sackgasse" landen auf der Ladefläche des Wagens zwischen einem Haufen weiterer Schilder, die jetzt nicht mehr in der nordwestlichen Innenstadt benötigt werden.


Kurz nach Mittag haben die beiden Bauhof-Mitarbeiter am Dienstag alles ab- und ummontiert. Nun gilt wieder die alte Verkehrsführung in der nordwestlichen Innenstadt. Zu Irritationen kam es am Dienstag bei Autofahrern nicht, allerdings war auch kaum Verkehr.

Rund 20.000 Euro, Personalkosten nicht eingerechnet, kostete der Verkehrsberuhigungsversuch, dem der Rat in seiner letzten Sitzung zwei Tage vor Heiligabend den Todesschuss verpasst hatte. 105 Schilder waren neu installiert und 60 zusätzliche Masten gesetzt worden. "Die Schilder können wir ja auch anderweitig verwenden", räumt Stadt-Sprecherin Dorothee Heitz ein. Die zwei Kunststoff-Verkehrspolizisten, die aus den Tiefen des Baubetriebshofs "ausgegraben" wurden, sind übrigens gleich zu Beginn des Versuchs gestohlen worden - und seither verschollen.

Autofahrer können nun wieder die frühere Strecke nehmen - so von der Borkener Straße über die Pumpengasse zur Kleinen Viehstraße. Die Seminarstraße vor dem Heriburg-Gymnasium ist wieder beidseitig befahrbar, der Basteiring wieder "umgedreht", der Marienring gegenläufig zu befahren.

Lediglich zwei der probeweise eingeführten neuen Regelungen bleiben bestehen: Das Stopschild an der Neutorstraße/Basteiwall (Promenade), und der kleine Marktplatz bleibt umfahrbar. Das bedeutet, die Neustraße zwischen der Kreuzung Hohe Lucht / Pumpengasse in Fahrtrichtung Markt besteht weiterhin als Einbahnstraße.

Die Parkflächenmarkierungen auf dem Basteiring sollen erst im Frühjahr 2012 erfolgen, weil die ausführende Firma Winterpause macht. "Sie erledigt die Arbeiten mit weiteren Aufträgen", so Heitz.

Und die Schilder "Achtung! Neue Verkehrsführung" bleiben vorerst noch stehen. "Ist ja jetzt wieder neu", sagt Schmeing vom Baubetriebshof - und kann sich das Schmunzeln nicht verkneifen.



28 · 12 · 11



MEHR ZUM THEMA




TOP ARTIKEL
Topartikel Icon
TERMINSUCHE


Zeitraum:
von Kalender

Fehler: Kein kein gültiges Datum !
Format: dd mm yyyy
bis Kalender
Rubrik:
LENZ-RADIO.DE
Neues Webradio digital serviert auf www.lenzradio.de
MÜNSTERLAND


© Ahlener Zeitung - Alle Rechte vorbehalten 2012

Impressum | Datenschutz | AGB | Sitemap
Media-Daten | Netiquette