Herbern - Der Imkerverein Herbern, der vor einigen Jahren auf fünf Mitglieder zusammengeschrumpft war, hat jetzt wieder 14 aktive Mitglieder. Drei neue Imker wurden im letzten Jahr aufgenommen.Warum Imker wichtig seien, trug Vorsitzender Ludger Bohnenkamp aus Ascheberg vor: Nach der Wende hatten 75 Prozent der Imker in der früheren DDR das Hobby aufgegeben, da es sich nicht mehr lohnte. Gerade in den letzten Jahren habe man aber erkannt, wie wichtig die Bestäubung durch die Bienen sei und dass man auf diese nicht verzichten könne. Ohne die Bestäubung durch die Bienen gebe es zum Beispiel beim Obst, nur eine minderwertige Ernte. Das hätten auch mittlerweile die Landwirte erkannt. Ein Bienenvolk bringe rund 200 Euro an Honig, aber ihre Bestäubungsleistung bringe einen Mehrertrag von rund 800 Euro beim Obst.
Die Jahresversammlung, die am Sonntagmorgen im Vereinslokal Hennmann-Streyl stattfand, wurde vom Vorsitzenden Ludger Bohnenkamp aus Ascheberg eröffnet. Nach einigen Rückschlägen haben die Mitglieder wieder 45 Bienenvölker an verschiedenen Standorten. Im vergangenen Jahr präsentierte sich der Imkerverein mit einem Stand und Aktivitäten beim Kartoffelfest und beim Weihnachtsbasar in Herbern. Die Davertbelegstelle zur Begattung von Königinnen in der Davert wurde gemeinsam besucht. Jeden zweiten Monat trafen sich die Imker zu einer Versammlung. Kassenführer Wilhelm Stentrup berichtete über eine solide Kasse. Sie wurde von Engelbert Schwartländer geprüft. Dieser bescheinigte eine korrekt Kassenführung. Neuwahlen standen nicht an.