Musik und Hunde öffnen Herzen


Die Therapeutinnen Katrin Steudemann (l.) und Leona Vehlow (mit Hund „Phoebe“) stellten den Mitgliedern des Fördervereins ihre Arbeit mit den Bewohnern des St.-Antonius-Hauses vor. Fotos:
Die Therapeutinnen Katrin Steudemann (l.) und Leona Vehlow (mit Hund „Phoebe“) stellten den Mitgliedern des Fördervereins ihre Arbeit mit den Bewohnern des St.-Antonius-Hauses vor. Fotos:
(emk)


Schöppingen - Die Hundetherapie von Leona Vehlow aus Marl bereichert bereits seit einem Jahr erfolgreich das Angebot für die Bewohner des St.-Antonius-Hauses. Die Musik-Therapie der Münsteranerin Katrin Steudemann mit Bewohnern des Hauses und Kindern des Nikolaus-Kindergartens hat dagegen gerade erst einmal zwei Therapiestunden hinter sich. Am Dienstagabend stellten die beiden Therapeutinnen ihre Arbeit dem Förderverein während seiner Jahreshauptversammlung vor.

Leona Vehlow hatte einen ihrer drei Therapiehunde mitgebracht. „Wo menschliche Therapie aufhört, können Hunde vieles bewirken“, berichtete sie. Seit über 20 Jahren arbeitet die gelernte Kinderkrankenschwester mit den speziell geschulten Vierbeinern. Sie können die Isolation der Kranken aufheben, die Konzentration, die Motorik und das Zeigen von Emotionen fördern. „Man sieht es den Gesichtern der Therapierten einfach an, wenn sie stolz sind, etwas mit dem Hund geschafft zu haben“, resümierte Vehlow.



„In dem Zusammenspiel von Mensch und Tier kommt einiges zum Ausdruck, was Beziehungen herstellen kann, eines der Hauptanliegen unseres Fördervereins“, leitete Vorsitzender Wilhelm Kappelhoff zum Vortrag von Katrin Steudemann über. Die Münsteranerin ist seit fünf Jahren freiberuflich im St.-Antonius-Haus tätig - seit Januar erstmals mit dem generationenübergreifenden Projekt „Wir machen Musik“. Senioren, Demenz-Kranke und Kindergartenkinder bringt sie mit ihrer Therapie zusammen. Die Offenheit der Kinder und die Förderung der Erinnerung der Erwachsenen befruchten sich gegenseitig. „Die Teilnehmenden sind die Beschenkten und die Empfangenden zugleich“, fasste Steudemann die Wirkung zusammen. Zeit gehöre dazu, um „verlorene Klänge“ wiederzufinden, Neues auszuprobieren und sich gegenseitig zuzuhören. Für die Kinder bedeute dies ein neuer Spiel-Raum, für die Älteren, Teil einer festen Gemeinschaft zu sein, und für die Demenzkranken, die Erinnerung zu stärken. „Das Herz wird nicht dement“, schloss Steudemann, bevor sie erste Ergebnisse in Bildern zeigte, die sie ohne weitere Worte mit Musik begleitete.

Nach dem Vortragsteil leitete die 2. Vorsitzende Mathilde Schulze-Dorfkönig zu den Regularien der Versammlung über (siehe Infokasten).



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