Schöppingen-Eggerode - „Wallfahrten haben immer eine Grundform“, erklärte Weihbischof Dr. Max Georg von Twickel zu Beginn seiner Predigt während des Pontifikalamtes zur Eröffnung der diesjährigen Wallfahrt. Zahlreiche Besucher waren nach Eggerode gekommen und füllten die drei Schiffe der Wallfahrtskirche.
Das erste sei der Weg, der zu Fuß oder auf andere Weise zurückgelegt werde, und das zweite sei das Gebet. „Litaneien sind gute und geeignete Gebetsformen, die schönste Litanei ist die „Lauretanische Litanei“. Sie ist voller Marienlob und enthält viele schöne Bilder für die Gottesmutter“, erklärt er. Wenn Maria angerufen werde als „Du Heil der Kranken“, denke er unwillkürlich an den Wallfahrtsort Lourdes, wo vor 150 Jahren Bernadette die Botschaft von Maria empfangen habe. Viele Kranke suchten dort Trost in ihrem Leiden und gerade in der heutigen Zeit gebe es durch die Lebens verlängernde Medizin eine längere Zeit der Hinfälligkeit, die die Themen Sterbehilfe und Patientenverfügung stark in den Vordergrund rücken. Der Gedanke, selbst über das Leben verfügen zu können, lasse sich aber mit dem Christentum nicht vereinbaren.