Platz für individuelles Lernen


Erste prüfende Blicke: Gestern haben Schüler und Lehrer das Selbstlernzentrum am Berufskolleg für Technik in Ahaus in Betrieb genommen.
Erste prüfende Blicke: Gestern haben Schüler und Lehrer das Selbstlernzentrum am Berufskolleg für Technik in Ahaus in Betrieb genommen.
(Foto: Barnekamp)


-job- Ahaus/Kreis Borken. Der eine hat zuhause keinen Arbeitsplatz, an dem er ungestört sein Lernpensum durcharbeiten kann, dem zweiten fehlt daheim die Spezialsoftware, der dritte möchte eine Freistunde nutzen, um sich eine ganz bestimmte Aufgabenstellungen noch einmal anzugucken: All diesen Schülern, sofern sie das Berufskolleg für Technik in Ahaus besuchen, ist ab sofort geholfen.

Dort haben Vertreter von Schulleitung, Lehrer- und Schülerschaft sowie von Kreis und Sponsoren gestern das sogenannte Selbstlernzentrum in Betrieb genommen. Rund 23.000 Euro hat es gekostet, wurde vor allem von Sparkasse Westmünsterland (5000 Euro) und der EU-Geschäftsstelle der Bezirksregierung Münster (11.000 Euro) bezahlt und ist so was wie „Insel“ im mitunter hektischen Schulalltag im 2700 Schüler großen Kolleg. Das neue Zentrum biete Schülern sowohl unterrichtsbegleitend als auch außerhalb des normalen Unterrichts die Möglichkeit, an rechnergestützten Arbeitsplätzen Unterrichtsinhalte zu vertiefen, nachzuholen oder zu üben, betonte Schulleiter Josef Lütkecosmann bei der kleinen Feierstunde.


Täglich von 7.30 bis 16 Uhr können Schüler, nachdem sie sich vor der erstmaligen Benutzung einen elektronischen Chip geholt haben, an einen der acht Rechner setzen. Eigens etwa für Druck- und Mediengestalter gibt es zwei „Zwei-Monitor-Plätze“. Auf den Festplatten sind neben Lern- und Anwendungssoftware auch Materialien gespeichert, die Lehrer für ihre Schüler dort speichern können. Lütkecosmann nannte das Zentrum eine ideale Lösung angesichts der oft unterschiedlichen Voraussetzungen, die etwa Berufsschüler oft mit in die Schule brächten.

So könne jeder nach seinen individuellen Bedürfnissen und Fähigkeiten bestimmte Dinge lernen oder nachholen, sagte der Schulleiter.

Landrat Gerd Wiesmann betonte in seinem Grußwort, dass es in der zweijährigen Planungszeit des Selbstlernzentrums gelungen sei, die Räumlichkeiten „perfekt auf die Anforderungen der Schule zuzuschneiden“. Dem Kreis Borken sei viel daran gelegen, optimale Bedingungen für seine Schulen zu schaffen.

Reinhard Wehmschulte. Lehrer am Berufskolleg und Koordinator des Projekts, lobte, dass aus der düsteren Atmosphäre des vormals als Internet-Arbeitsraum genutzten Raumes ein freundliches Zentrum mit funktionellen Arbeitsinseln geworden sei.



12 · 01 · 09





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