Gronau - Teilzeit und Karriereplanung sind Stichworte der modernen Arbeitswelt. In Werkstätten für Menschen mit Behinderungen haben sie bisher dennoch kaum eine Rolle gespielt. Das wird in den Wittekindshofer Werkstätten, die in Gronau und Ostwestfalen Arbeitsplätze für rund 1250 Frauen und Männer mit Behinderungen anbieten, in Zukunft anders. Die Diakonische Stiftung Wittekindshof und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) haben eine Zielvereinbarung zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben unterschrieben,.
„In die Werkstätten wird Bewegung kommen. Durch die Zielvereinbarung wird unter anderem der Wunsch nach Teilzeit in den Werkstätten erfüllt“, berichtet die Gronauer Ressortleiterin, Irene Stenzig. Der kaufmännische Vorstand der Diakonischen Stiftung Wittekindshof betont, dass Karriereplanung nicht mit Erhöhung des Leistungsdrucks verwechselt werden dürfe, dem viele Menschen mit Behinderungen nicht standhalten könnten: „Karriereplanung heißt, die Werkstatt ist keine Einbahnstraße. Das Motto einmal Werkstatt, immer Werkstatt muss Vergangenheit sein. Wir müssen die Beschäftigten unterstützen, Berufsperspektiven zu entwickeln“, so Dieter Hakenberg.