40 Jahre - 4000 Schüler


Schulleiterin Ann van de Sand dankte Bernhard Middendorf für seinen 40 Jahre währenden Einsatz als Lehrer an der Carl-Sonnenschein-Realschule. Foto:
Schulleiterin Ann van de Sand dankte Bernhard Middendorf für seinen 40 Jahre währenden Einsatz als Lehrer an der Carl-Sonnenschein-Realschule. Foto:
(privat)


Gronau-Epe - „Hitzefrei im Januar“ gab es jetzt überraschend für die Schülerinnen und Schüler der Carl-Sonnenschein-Realschule. Den Grund dafür gab Lehrer Middendorf zur zweiten großen Pause in der Aula vor versammelter Schülerschar bekannt: Er gehe nun in den Ruhestand. So verabschiedete sich der Mathe-, Französisch- und Erdkundelehrer nach 40 Jahren Dienst an der Carl-Sonnenschein-Realschule mit einem Highlight von seiner Schülerschaft.

Im Anschluss fand sich das Kollegium einschließlich zahlreicher ehemaliger Kollegen ein und beging die Verabschiedung im festlichen Rahmen. Dazu gehörte auch ein nicht ganz ernst gemeinter Vortrag über Schule und Leistungen des Gedächtnisses im Lernprozess seitens Bernhard Middendorfs. Das Referat beschäftigte sich auch mit den „Möglichkeiten des Alterns wie ein Gentleman“ im Schuldienst.


Schulleiterin Anne van de Sand sprach Middendorf größten Dank für seine langjährige Tätigkeit aus. Middendorf hinterlasse seinen Nachfolgerinnen und Nachfolgern große Fußstapfen mit seiner besonderen menschlichen Art, seiner Charakterstärke und seinem Humor, nicht nur als Klassenlehrer, sondern auch als Mitglied des Kollegiums, in seinen Fachschaften sowie in Projekten, etwa seinem Austauschprojekt mit Schulen in Frankreich.

In den Reigen der Gratulanten reihten sich die Kollegen ein; das ein oder andere Bonmot wurde wohlwollend ausgesprochen und gute Wünsche geäußert. Auch der Förderverein bedankte sich mit einem Präsent. Abschließend spendete Middendorf dem Förderverein selbst einen großzügigen Betrag als Ausdruck seines Dankes und seiner Wertschätzung der durch den Förderverein geleisteten Arbeit.

„Als ich im Jahr 1972 mein 1. Staatsexamen abgelegt habe, kannte ich Paris, Orléans und viele französische Landschaften“, so Middendorf. Als er aber kurze Zeit später erfuhr, dass er seine erste Stelle an der Carl-Sonnenschein-Realschule antreten sollte, musste er auf einer Karte nachsehen, wo Epe liegt. „Gefunden habe ich es bald, dort, wo sich 1972 noch Fuchs und Hase gute Nacht sagten. Doch meine Vermieter nahmen mich unter ihre Fittiche und weihten mich in Eper Gebräuche und Eigenheiten ein, so dass ich mich schnell einleben und wohlfühlen konnte.“ Auch Nachbarschaft und der Schützenverein nahmen die Neu-Bürger freundlich auf. „Auch das nette Kollegium der Realschule hat dazu beigetragen, dass wir gerne in Epe lebten und dort auch bleiben wollten.“ Middendorf: „In der Zeit als Realschullehrer, so habe ich überschlagen, hatte ich mit etwa 4000 Schülerinnen und Schülern und deren 8000 Eltern zu tun.“ Er dankte allen, „die zu einem glücklichen Leben der Familie Middendorf in dieser schönen Stadt beigetragen haben.“



04 · 02 · 12





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