Gronau - Auch nach 120 Minuten engagierter Diskussion und gegenseitigen Überzeugungsversuchen blieben am Dienstagabend im Rat die Fronten in der zentralen Frage hart: An der Festlegung auf die I-Lösung schieden sich die Politiker-Geister. CDU, SPD, FDP und UWG setzten sich am Ende um kurz nach 20 Uhr mit ihrer Vorstellung durch, ein neues Einkaufscenter - ausgehend von der Neustraße - als sogenannte I-Lösung in Richtung Inselpark-Gelände zu entwickeln (WN berichteten). GAL, Linke und Pro Bürgerschaft stimmten dagegen - sie sprachen sich dafür aus, die Entscheidung für I- oder L-Lösung vorerst offen zu lassen und nur ein Bebauungsplan-Verfahren auf den Weg zu bringen.
Einigkeit indes in Sachen Verkehrskonzept: Hier stimmten - bis auf die Enthaltung von Udo Buchholz (GAL) alle Fraktionen für den gemeinsamen Vorschlag von CDU, SPD, FDP und UWG. Danach sollen bei der Realisierung des Einkaufszentrums die in der Stadt vorhandenen Parkplätze und Tiefgaragen in ein Leitsystem einbezogen werden. Vorteil: Der Verkehr müsste nicht über eine oder zwei Verbindungen an das neue Center herangeführt und auf große Parkhäuser/-decks konzentriert werden. Vielmehr würden die Ströme sternförmig in die Stadt gelenkt und vor allem die Gildehauser Straße entlastet. Nebeneffekt: Besucher müssten - um ins neue Center zu gelangen - durch die City bummeln und würden so auch den Rest der Innenstadt beleben.