Alles noch dicht?


Hindrik Stegemann
Hindrik Stegemann


Gescher. Neue Vorgaben zur umstrittenen Dichtheitsprüfung der Abwasserrohre auf Privatgrundstücken plant das Land NRW. Für diesen verpflichtenden "Kanal-TÜV" bis 2015 sollen einheitliche Kriterien her. So will es der Landtag. Mit Abwasserwerksleiter Hindrik Stegemann sprach darüber unser Redaktionsmitglied Helene Wentker.

Wie werden Sie die Vorgaben des Landes in Gescher umsetzen?


Hindrik.Stegemann: Wir sind gemäß den gesetzlichen Vorgaben derzeit dabei, die Inhalte für die Sitzung des Betriebsausschusses am 28. Juni vorzubereiten. Sollte das Land Änderungen vorsehen, werden wir diese berücksichtigen. Im Betriebsausschuss soll die Satzung beraten und beschlossen werden. In der zweiten Jahreshälfte wollen wir mit den Vorbereitungen dieser Dichtheitsprüfungen beginnen. Wir werden beispielsweise entsprechende Firmen auswählen, die für solche Prüfverfahren in Frage kommen. Wir überlegen dabei auch, wie wir den Bürgern Vorschläge machen können für diesen Check auf seinem Grundstück.

Wann werden die Vorgaben umgesetzt?

Stegemann: Bis spätestens 2015; die Frist kann bis 2023 ausgeweitet werden. Wir werden vorschlagen, von dieser Verlängerung Gebrauch zu machen. Jahr für Jahr wollen wir uns dann einen Kanalabschnitt vornehmen.

Angst vor Kanalhaien, die mit dem Verfahren großes Geld machen wollen, gehe bei Grundstücksbesitzern um, heißt es. Haben Sie das auch in Gescher beobachtet?

Stegemann: Nein. Es hat Nachfragen gegeben, aber noch nicht mehr. Wir werden den Bürgern zur Seite stehen, Informationen geben. Auch denken wir über die Möglichkeit nach, Grundstückseigentümern eine Überprüfung ihrer Rohre anzubieten, wenn die Stadt ohnehin gerade ihre eigenen Kanäle testet.



08 · 06 · 11





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