Impfen fast beendet

Gewappnet gegen die Blauzungenkrankheit sind die rund 10.000 Schafe im Kreis Borken. Sie wurden bereits geimpft. Auch die Impfaktion der kreisweit rund 93.000 Rinder ist so gut wie abgeschlossen. Komplikationen gab es laut Kreisveterinäramt kaum.
Gewappnet gegen die Blauzungenkrankheit sind die rund 10.000 Schafe im Kreis Borken. Sie wurden bereits geimpft. Auch die Impfaktion der kreisweit rund 93.000 Rinder ist so gut wie abgeschlossen. Komplikationen gab es laut Kreisveterinäramt kaum.
(Foto: Archiv)


-job- Kreis Borken. Mehr als 100.000 mal hats in den vergangenen Wochen "Pieks" gemacht bei Rindern, Schafen und Ziegen im Kreis Borken. Das Ziel der groß angelegten Impfaktion: Rund 93.000 Rinder und etwa 12.000 Schafe und Ziegen vor der Blauzungenkrankheit zu schützen. Denn die hat im vergangenen Jahr mehr als 1500 Tieren in 800 Betrieben das Leben gekostet. Übertragen wird die Krankheit von einer kleinen Mücke, der so genannten Gnitze.

In einem ersten Fazit der Massen-Impfung sagte Kreisveterinär Dr. Manfred Ulrich, dass die Aktion insgesamt "ohne größeres Aufheben" und mit nur geringen Impfschäden und Folgen für die Tiere über die Bühne gegangen sei. "Wir liegen im Trend", so Ulrich angesichts von 38 Tieren, die nach der Impfung verendeten oder geschlachtet werden mussten, weil sie ausgerutscht waren oder einen anaphylaktischen Schock in Folge allergischer Reaktionen erlitten hatten. Das seien weniger als die 0,05 Prozent, die als wissenschaftliche Faustregel für derlei Impfschäden gelten, so Ulrich. Hinzu kämen 79 Aborte (Fehlgeburten), die es in Folge der Impfung bei Kühen gegeben habe. Bei den Schafen seien ein verendetes Tier und ein Abort gezählt worden, so der Fachmann vom Fachbereich Tiere und Lebensmittel. Bezahlt werden diese Schäden von der Tierseuchenkasse.

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Um für alle Tiere einen ausreichenden Impfschutz zu erreichen, müssen künftig auch die neu geborenen Tiere geimpft werden. Der Schutz hält ein Jahr und muss dann aufgefrischt werden. Obs generell hilft? Dazu müsse man den September abwarten, sagt Dr. Ulrich auch weil die nur wenige Millimeter großen Mücken im Spätsommer besonders aktiv sind. Bislang aber habe man bei den Untersuchungen keine frischen Infektionen nachweisen können. Zwar hätten einige Tiere Symptome der für den Menschen ungefährlichen Krankheit gezeigt, die Untersuchungsergebnisse seien letztlich aber negativ ausgefallen.


28 · 08 · 08



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