Bocholt - Sie sehen meistens dramatischer aus, als sie sind: Platzwunden am Kopf bluten stark und jagen allen Beteiligten oft einen Riesenschrecken ein - vor allem, wenn Kinder verletzt sind. Und gerade denen passiert es besonders oft. „Je kleiner die Kinder sind, desto häufiger ist bei einem Sturz der Kopf betroffen“, sagt Dr. Klaus Winter, Chefarzt der Kinderklinik im St.-Agnes-Hospital. Dort wird das „Loch im Kopf“ je nach Größe geklammert, geklebt oder genäht.
Dass Kopfwunden so stark bluten, liegt an der guten Durchblutung der Kopfhaut. „Die sorgt aber auch dafür, dass die Verletzung schnell wieder verheilt“, so Winter. Die Aufmerksamkeit der Ärzte gilt deshalb weniger der äußeren Verletzung. „So eine Wunde ist schnell genäht“, sagt der Kinderarzt. „Auch eine Prellung heilt in der Regel schnell ab, selbst ein Schädelbruch ist meistens harmlos.“ Was die Ärzte dagegen fürchten, sind innere Blutungen. Deshalb behalten sie alle Kinder, die einen etwas heftigeren Sturz auf den Kopf erlebt haben, für 24 bis 72 Stunden zur Beobachtung im Krankenhaus.