Sommerloch-Serie

Beim Minigolf kommt es auf den richtigen Schwung an


Robin Braun hat den Ball über eine kleine Rampe direkt im Loch versenkt.
Robin Braun hat den Ball über eine kleine Rampe direkt im Loch versenkt.
(Foto: Theo Theissen)


Bocholt - Ausgerechnet an der letzten Bahn beißen sich viele die Zähne aus. „Die Zick-Zack-Bahn, bei der der Ball um acht Ecken herum ins Loch gespielt werden muss, erfordert vom Spieler einiges an Geschick“, weiß Paul Braun aus Erfahrung. Seit fünf Jahren betreut der 69-jährige Bocholter die Besucher, die zur Minigolfanlage Am Hünting kommen. Außerdem hält er die Bahnen in Schuss, mäht den Rasen und teilt Bälle und Schläger aus. „Wenn das Wetter mitspielt, ist hier einiges los, vor allem am Wochenende“, sagt er.

18 Bahnen hat der rund 3000 Quadratmeter große Minigolfplatz. Die Anlage wurde 1964 von Johannes von Mullert gebaut. Er ist heute 78 Jahre alt und schaut so oft es geht auf dem Platz gegenüber dem Hünting-Stadion vorbei. Mit Paul Braun ist er sich einig, dass auch die „Käse-Bahn“ nicht leicht zu spielen ist. Immerhin muss der Ball hier durch einen Metalltunnel in Richtung Loch gespielt werden - was sich leichter anhört als es ist. Denn oft genug will der kleine Ball einfach nicht durch den engen Tunneleingang.


Die Zick-Zack-Bahn hat Paul Braun inzwischen mit einer kleinen Hilfslinie versehen, um den Spielern den „rechten Weg zum Loch“ zu weisen. So brauchen sie „nur“ den Ball entlang der Linie zu spielen, um ans Ziel zu kommen. Manchmal gebe er auch Tipps, besonders wenn er jemanden sehe, der sich darüber ärgere, dass er den Ball einfach nicht einlochen kann, sagt Braun.

Einer, der sich bestens auf dem Minigolfplatz auskennt, ist Robin Braun. Der 17-jährige Enkel von Paul Braun spielt fast jeden Sonntag eine oder mehrere Runden auf der Anlage seines Großvaters. Auch er habe Respekt vor der achteckigen Zick-Zack-Bahn, sagt er. Keine Probleme bereite ihm dagegen die „Hügel-Bahn“. Hier muss der Ball mit genügend Schwung über eine Bodenwelle ins Loch gespielt werden.

Familien mit Kindern, Vereine, Klubs und Nachbarschaften zählt Paul Braun zu seinen Kunden. Auch Geburtstagsfeiern würden manchmal auf dem Minigolfplatz gefeiert. „Wir haben hier auch schon Besucher aus Köln, Kleve und noch weiter weg gehabt“, sagt Braun. Besonders freue er sich, wenn ihm Eltern, die mit ihren Kindern kämen, erzählen, dass sie selbst schon als Kinder auf der Anlage gespielt haben.

Im Herbst endet die Saison. „Dann bauen wir die Hindernisse ab und alles wird verrammelt“, so Braun. Bevor die Anlage im Frühjahr wieder öffnet, wird sie komplett überarbeitet. Die eisernen Bahneinfassungen und die Hindernisse werden repariert und gestrichen, die Eternitplatten der Minigolfbahnen werden mit einem Hochdruckreiniger bearbeitet. Und dann wird auch wieder der Rasen gemäht.

Der Platzrekord steht momentan übrigens bei 34 Punkten.

VON THEO THEISSEN


06 · 08 · 10



MEHR ZUM THEMA




TOP ARTIKEL
Topartikel Icon
MÜNSTERLAND
TERMINSUCHE


Zeitraum:
von Kalender

Fehler: Kein kein gültiges Datum !
Format: dd mm yyyy
bis Kalender
Rubrik:
FAHRPLAN-AUSKUNFT
von:
Haltestelle Str./Nr.
nach:
Haltestelle Str./Nr.


© Ahlener Zeitung - Alle Rechte vorbehalten 2012

Impressum | Datenschutz | AGB | Sitemap
Media-Daten | Netiquette