Bocholt - Die Form des Schallloches einer Gitarre sei wie der Pinselstrich eines Künstlers auf einem Bild, zumindest bei höherwertigen, qualitativ guten Instrumenten, meint Frank Hebing. Der 43-jährige Zupfinstrumentenmacher aus Bocholt muss es wissen, baut er doch seit 30 Jahren Gitarren.
„Aus der Form des Schallloches kann ich ablesen, von welchem Gitarrenbauer das Instrument gebaut wurde“, sagt er. Rosetten, wie Schalllöcher auch genannt werden, sind Aussparungen in einem Resonanzkörper, um die Lautstärke des Instruments zu erhöhen. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Formen. Die gängigsten sind kreisrund (meist bei Gitarren) oder sehen aus wie ein kleines „f“ (zum Beispiel bei Streichinstrumenten).