Jugendhilfeausschuss billigt Betreuungsplan

Die Warteliste für die Kleinsten wird kürzer


Blick in einen Ruheraum: In Wüllen wurden vor gut einem Jahr neue U-3-Plätze geschaffen. Hier gibt es jetzt auch noch freie Plätze.Foto:
Blick in einen Ruheraum: In Wüllen wurden vor gut einem Jahr neue U-3-Plätze geschaffen. Hier gibt es jetzt auch noch freie Plätze.Foto:
(Stefan Grothues)


Ahaus/Alstätte - Die Anstrengungen der Stadt zum Ausbau der U-3-Betreuung tragen Früchte. Vor einem Jahr standen noch 69 Kinder auf der Warteliste. Zum neuen Kindergartenjahr 2012/13 werden es nur noch 28 sein. Das teilte Wilfried Hollekamp vom Jugendamt am Montagabend im Jugendhilfeausschuss mit. Insgesamt stehen in Ahaus 1493 Kindergartenplätze in 22 Kindertagesstätten zur Verfügung. 1430 sind belegt, davon 185 für Kinder, die jünger sind als drei Jahre. Eine größere Anzahl freier Betreuungsplätze gibt es vor allem in den Ortsteilen Wüllen (25) und Alstätte (23).

„Haben wir die freien Plätze an der falschen Stelle?“, wollte der sachkundige Bürger Martin Huesmann wissen. „So würde ich das nicht sagen, wir sind ja eine Gesamtstadt“, erklärte Verwaltungsvorstand Hermann Kühlkamp. Mit Blick auf die freien Plätze in Alstätte sei es aber sinnvoll, so Kühlkamp, die weitere Ausbauplanung der U-3-Betreuung weiterhin „defensiv“ zu planen. Wenn die Anmeldezahlen sich im nächsten Jahr so bestätigen, müsse man sich über die eigentlich in Alstätte geplanten Investitionen für die Kinderbetreuung noch einmal Gedanken machen - „selbst dann, wenn eine Förderung in Aussicht steht“.


Das Defizit im Bereich der Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen wächst nach dem Haushaltsplanentwurf 2012 um 616 000 auf 5,3 Millionen Euro. Kühlkamp: „Ich sehe diese Entwicklung mit einer gewissen Sorge.“

Auf der Tagesordnung des Jugendhilfeausschusses standen ferner ein Kooperationsvertrag zum Kinderschutz. Einstimmig votierte der Ausschuss für den Abschluss von Verträgen mit den Grundschulen, die das soziale Frühwarnsystem verbessern sollen. Die Verträge werden flankiert von Informationen und Schulungen, die Lehrern helfen sollen, frühzeitig mögliche Gefährdungen des Kindeswohls zu erkennen.

Zu guter Letzt erkannte der Ausschuss den Feuerwehr-Musikzug Ottenstein als Träger freier Jugendhilfe an. Der Musikzug bildet seit über 50 Jahren Kinder und Jugendliche aus und führt seit 30 Jahren Jugendlager durch. Der Musikzug hatte die Anerkennung beantragt, um im Rahmen der Ferienfreizeit Förderungen nach dem Sonderurlaubsgesetz beantragen zu können.



02 · 02 · 12





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