Ahaus-Alstätte - Manche Statistik wirft mehr Fragen auf, als sie Antworten anbietet. Ein solcher Fall sind die aktuellen Zahlen zur Belegungssituation in den beiden Alstätter Kindergärten: Beide haben drei Gruppen für Drei- bis Sechsjährige und eine Gruppe für Zwei- bis Sechsjährige. Beide Einrichtungen haben 95 Plätze. Doch die Belegung ist sehr ungleich verteilt: Während 96 Kinder (davon vier unter drei Jahren) den St.-Birgitta-Kindergarten besuchen, sind es im Kindergarten St. Marien nur 72 (davon sechs unter drei Jahren). In St. Marien sind also 23 Plätze frei, während Birgitta ein Kind mehr aufgenommen hat, als Plätze vorhanden sind (sogenannter Überhangplatz).
Könnte man da nicht ein paar Kinder vom einen in den anderen Kindergarten verlegen, zumal beide in Trägerschaft der katholischen Kirchengemeinde sind? Kann man nicht! Denn die örtliche Versorgung mit Kindergarten- und Tagespflegeplätzen ist ein sehr dynamisches Unterfangen, weiß Wilfried Hollekamp, stellvertretender Jugendamtsleiter der Stadt Ahaus. „Eigentlich müssten Kindergärten Räder haben“, sagt er. Denn wenn zum Beispiel rund um einen Kindergarten neu gebaut wird, steigt dort die Nachfrage kurzfristig an, während sie da nachlässt, wo der Nachwuchs aus dem Kindergartenalter raus wächst. Genau diese Situation spiegelt sich zurzeit bei den beiden Einrichtungen in Alstätte - eine im Zentrum, eine im Süden des Dorfs - wider.







