Hallo! Wisst ihr, wen ich diese Woche kennengelernt habe? Einen besonderen Menschen-Hunde-Versteher. Der heißt Martin. Seit Jahren lebt er in dem viereckigen Kasten in unserem Wohnzimmer - ihr kennt das Gerät als Fernseher. Dort versucht er, Menschen und Hunden bei ihren Verständigungsproblemen zu helfen. Wie immer er es geschafft hat, aus dem Kasten herauszukommen: Er stand in Lebensgröße vor mir und hatte einen Termin bei der Zeitung.
Als offizieller Zeitungshund musste ich ihn da ja begrüßen. Da man Menschen im Fernsehen nicht riechen kann, habe ich ihn erst einmal mal abgeschnuppert, bin dann aber weiter zu seiner netten Begleitung. Frauen riechen einfach besser. Martin erzählte von den vielen Hunden, die er in seinem Leben schon kennengelernt hat. Er bedauerte, dass einige Besitzer sich vor dem Kauf einer Fellnase weniger Gedanken machen als beim Kauf eines Autos. So kann es kommen, dass Hund und Mensch von Anfang an nicht zusammenpassen und der Hund am Ende ausziehen muss. Das ist kein schöner Gedanke. Ich finde, die Menschen sollten besser, bevor sie uns ins Haus holen, darüber nachdenken.
Nach dem Interview, so heißt es, wenn Menschen andere ausfragen, sind wir raus auf die Wiese. Fotoshooting, für Martin und mich als erfahrener Medienhund kein Problem. Ich kriege ja immer ein Leckerchen dafür, Martin macht’s - glaube ich - ohne. Nachdem ich die Bekanntschaft von Hündin Mina machen durfte, war unser Treffen schon vorbei. Schade. Dies war übrigens mein letzter Einsatz als Zeitungshund. Allen Fellnasen, mit denen ich so manches Abenteuer in den vergangenen Jahren erlebt habe und ihren Zweibeinern sei gedankt. Ohne euch wäre meine - Antons - Welt um einiges ärmer. Man sieht sich
Euer Anton