Münster - „Ja haben wir denn schon Osterferien?“, mag sich derzeit mancher Autofahrer fragen. Die Spritpreise sind deutlich nach oben geschnellt: Rund 1,46 pro Liter kostete Superbenzin gestern an Markentankstellen im Münsterland - acht Cent mehr als Mitte Februar. Diesel schlug im Schnitt mit 1,23 zu Buche. „Da versuchen die Mineralölgesellschaften mal wieder richtig Kasse zu machen, deren Gewinne waren ja zuletzt geschrumpft“, sagt Maximilian Maurer vom ADAC.
Der Kraftstoff sei derzeit „stark oder extrem überteuert, insbesondere unter dem Aspekt, dass der Rohölpreis zuletzt um zwei Dollar je Barrel gesunken ist“, klagt ADAC-Sprecher Maurer. Das Ganze sei „eine ganz unerträgliche Situation“. Der Automobilclub ACE hatte sogar ein Einschreiten der Bundeskanzlerin gefordert. „Eine Handvoll Großkonzerne“ diktierten Millionen Konsumenten ihre Einheitspreise. „Wettbewerb über Preise findet im Unterschied zur sonstigen Wirtschaft nicht statt“, meint ACE-Chef Wolfgang Rose. Der aktuelle Preis habe „viel mit Spekulation zu tun, aber so gut wie nichts mit realen Kosten.“