In Parteien gilt ein ungeschriebenes Gesetz: Wahlverlierer werden abgestraft. Mit dem nicht ganz freiwilligen Rückzug auf Raten bereitet Jürgen Rüttgers den Abschied von der großen politischen Bühne vor. Der Schritt fällt dem Regierungschef sichtbar schwer, er ist aber wohl alternativlos. Die Partei will den Personalwechsel.
Politik ist oft ungerecht. Rüttgers kann für sich in Anspruch nehmen, das Land im Bündnis mit den Liberalen in fünf Regierungsjahren gut durch die Krisen gelenkt zu haben. Vorbei. Rüttgers überlässt der SPD-Rivalin Hannelore Kraft die Bühne für eine rot-grüne Minderheitsregierung. Dass er auf eine Gegenkandidatur verzichtet, ist nur konsequent. Warum auch sollte sich Rüttgers die öffentliche Demütigung einer sicheren Niederlage zumuten?







