Dem Wahltriumph folgte der Absturz. Jürgen Rüttgers holte bei der Landtagswahl 2005 die Regierungsmehrheit für die CDU - nach 39 Jahren Opposition. Gemeinsam mit seinem Wunschpartner FDP bildete er eine Koalition in Düsseldorf. Nach nur fünf Jahren verlor er bei der Wahl im Mai die Regierungsmehrheit. Der Verlust von zehn Prozent an Stimmen erschütterte den 58 Jahre alten Pulheimer sichtlich. Erst nach einer Woche hatte er seine Fassung wiedergewonnen.
Jürgen Rüttgers stieg nach der Abwahl der Kohl-Regierung im Jahr 1998 in die Landespolitik ein. Zunächst setzt er sich innerhalb des NRW-CDU gegenüber Helmut Linssen und Christa Thoben in einem Mitgliederentscheid durch. Rüttgers profiliert sich in Düsseldorf schnell als Oppositionsführer. Doch dies ist nicht nur der Verdient des studierten Juristen, sondern vor allem auf die Schwäche der nach 40 Jahren an der Macht ausgelaugten SPD zurückzuführen. Den ersten Triumph bringt die Kommunalwahl 1999. Erstmals werden die Christdemokraten stärkste Partei, sogar das Ruhrgebiet bekommt mehrheitlich CDU-Oberbürgermeister und Landräte. Schon vor der Landtagswahl 2000 liegt Rüttgers in Umfragen lange vorn - doch dann bringt ihn die CDU-Spendenaffäre um den Sieg.







