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Rückendeckung für Roland Koch

Roland KochFoto:
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(AP)


Münster - Roland Koch steht selbst in der eigenen Partei für seine Hartz-IV-Vorschläge - strengere Arbeitspflicht für Leistungsbezieher - in der Kritik. Zustimmung kommt dagegen von einigen Arbeitsmarktexperten. „Mit sozialer Kälte hat das, was Roland Koch vorschlägt, gar nichts zu tun - im Gegenteil“, nimmt Hilmar Schneider Hessens Ministerpräsidenten in Schutz. Denn heute signalisiere Hartz IV schließlich vielen Langzeitarbeitslosen: „Wir brauchen Euch und Eure Arbeitskraft nicht“, sagt der Experte des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA). Die Arbeitspflicht signalisiere den Betroffenen dagegen, dass die Gesellschaft sie brauche.

„Leistung und Gegenleistung“ - für Schneider ist das „die einzige sinnvolle Antwort auf die Probleme des Sozialstaates.“ Unter dem Stichwort „Workfare“ propagiert er seit Jahren den Grundsatz „Sozialleistung gegen Arbeit“.


Schneider denkt ökonomisch: Wer zum Beispiel für einen Bruttolohn von acht Euro in der Stunde arbeite, habe unter dem Strich im Monat nur rund 150 Euro mehr, als wenn er nicht arbeite und sich auf Hartz IV verlasse. 150 Stunden Arbeit im Monat für 150 Euro netto mehr - effektiv schmilze der Stundenlohn aus Sicht der Betroffenen damit auf einen Euro. „Das lohnt sich nicht, das würde ich auch nicht tun“, sagt Schneider.

Erst ab einem Stundenlohn von elf bis zwölf Euro werde das Arbeiten damit für Betroffene interessant - dafür gibt es aber auf dem Arbeitsmarkt kaum Jobs für ungelernte Kräfte. Besteht aber ohnehin die Pflicht zur Vollzeitarbeit, dann lohnen sich für Ungelernte bereits Jobs, die einen Verdienst kurz oberhalb des Hartz-IV-Satzes bieten. Solche Jobs - etwa Rasenmähen oder Reparaturen im Haus oder Einkaufen - würden heute aber entweder eigenhändig oder „schwarz“ erledigt, weil es sonst vergleichsweise zu teuer werde. Insofern sieht Schneider im „Workfare“-Gedanken auch eine Maßnahme gegen die Schwarzarbeit.

Zudem sei die Arbeitspflicht im Grunde bereits in den Hartz-IV-Gesetzen geregelt und damit gar nichts ganz Neues, so Schneider. „Man müsste sie nur konsequenter umsetzen.“


18 · 01 · 10
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Koch
Hilmar Schneider ist bestimmt die falsche Person, die uns erklären will, wie diese Problematik in den Griff zu bekommen ist, die Nähe zu Koch ist ja bekannt, da hackt die eine Krähe der anderen nicht das Auge aus. Daher bleibt der Vorstoß von K. das was er ist, nämlich das Produkt eines unanständigen Populisten!!

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