Kindesmissbrauch: 49-Jähriger muss sechs Jahre in Haft

Bocholt/Kreis Borken - Ein 49-jähriger Bocholter ist nach drei Verhandlungstagen am Dienstag zu sechs Jahren Freiheitsentzug verurteilt worden. Er war geständig, in 308 Fällen Kinder sexuell missbraucht zu haben. Dabei handelte es sich um sein eigenes leibliches Kind und drei Stiefkinder, die allesamt unter 14 Jahren waren, sagte Landgerichtssprecher Benedikt Vieth auf Anfrage unserer Zeitung.

Der Prozess vor der Auswärtigen Großen Jugendkammer des Landgerichts Münster beim Amtsgericht Bocholt wurde schneller beendet als gedacht, weil der Mann „im Wesentlichen“, so Vieth, die Taten zugegeben habe. So mussten die Kinder nicht mehr vor Gericht aussagen.


Die Missbrauchsdelikte sollen sich in der Zeit zwischen 1996 und 2007 ereignet haben, einige wohl auch während eines gemeinsamen Familienurlaubs auf der italienischen Ferieninsel Sardinien. Der Vertreter der Anklagebehörde hatte ebenfalls sechs Jahre Haft gefordert. Das Urteil ist bereits rechtskräftig, weil der Verurteilte auf eine Revision verzichte, sagte der Gerichtssprecher. Die Öffentlichkeit war ausgeschlossen, um Opfer und Täter zu schützen.



03 · 03 · 09




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