Ahlen. Schulministerin Barbara Sommer hat wiederholten Forderungen nach einer Gemeinschaftsschule eine Absage erteilt. Am Rande eines bildungspolitischen Kongresses über individuelle Förderung auf der Zeche in Ahlen wandte sich die Ministerin am Samstag dagegen, dass jede Gemeinde oder jeder Kreis seine eigene Schulform selbst festlege.
Gerade erst habe eine Untersuchung in Berlin ergeben, dass entgegen der landläufigen Meinung, es sei besser, Kinder länger in der Grundschule zu belassen und erst nach dem sechsten Schuljahr die Entscheidung über die Art des angestrebten Abschlusses zu treffen, das bisherige System mit dem Übergang nach der Klasse vier den Kindern besser gerecht werde. In einer Emnid-Umfrage hatten sich kürzlich 60 Prozent der befragten Eltern für eine Reform des gegliederten Schulsystems ausgesprochen.